Der Starttermin für "Gangs of New York" ist wieder verschoben - und fällt mit dem von "Catch me if you can" zusammen.
Im Dezember bringt Santa Claus den amerikanischen Fans von Leonardo DiCaprio ein besonderes Geschenk: Leo mal zwei. Grund sind Differenzen zwischen dem Produzenten und dem Regisseur von "Gangs of New York".
Miramax-Vize Harvey Weinstein hat Martin Scorsese mittlerweile so weit, dass dieser für das Ganovendrama einen neuen Schluss drehen "darf". Dass sich ein Regie-Ass wie Scorcese derart in die Suppe spucken lässt, ist eigentlich nur mit Weinsteins cholerischem Temperament zu erklären, das seinem beeindruckendem Leibesumfang in nichts nachsteht. Damit wird der Filmstart in den USA zum x-ten Male verschoben, und zwar auf Dezember.
Traummann Leonardo DiCaprio spielt dabei Amsterdam Vallon, der im Ganovenmilieu im New York der Mitte des 19. Jahrhunderts zu Hause ist. In einem Konflikt zwischen den Nachkommen der britischen Siedler und den Neuankömmlingen italienischen Ursprungs kommt Vallons Vater um. Das schreit nach Rache.
Der Rollenname "Vallon" ist dabei übrigens kein Zufall, klingt er doch so ähnlich wie "Villain", das englische Wort für "Schurke".
Einen Bösewicht spielt Leonardo auch in "Catch Me If You Can": Der erfolgreiche Hochstapler Frank Abagnale Jr. hat sich nach einer wahren Begebenheit als Arzt, Rechtsanwalt, Pilot und FBI-Agent ausgegeben und durch gefälschte Schecks Millionen verdient. US-Filmstart: Dezember.
Und genau da liegt das Problem: Leo gleichzeitig in zwei Filmen als Bösewicht. Das brachte die konkurrierenden Studiobosse Jeffrey Katzenberg (DreamWorks - "Catch me if you can") und Harvey Weinstein (Miramax - "Gangs of New York") am Montag zu einer Krisensitzung an einen Tisch. Über das Ergebnis des Gesprächs wurde das berühmte "Stillschweigen" vereinbart. Dieser Satz fällt immer dann, wenn besonders laut gebrüllt wurde.
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