Im Film noir "The Night Watchman" wird der "Matrix"-Star unter der Regie von Kino-Rebell Spike Lee mächtig Staub aufwirbeln.... http://images.kino.de/newspics/795/166795_1/b150x150.jpg Keanu gegen korrupte Cops

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Böse Bullen

Keanu gegen korrupte Cops

Karrieretief hoch zwei: Der eine hat die zwei übelst gefloppten Sequels der Filmgeschichte hinter sich, der andere wurde eben von wütenden Lesben der sexuellen Ausbeutung bezichtigt.

Großansicht Setzt ab sofort auf Qualität: Keanu Reeves (Foto: Kurt Krieger)

Setzt ab sofort auf Qualität: Keanu Reeves (Foto: Kurt Krieger)

Vielleicht können sich "Matrix"-Opfer Keanu Reeves und Regisseur Spike Lee ja nun gegenseitig aus dem Loch der Kinoverdammnis hieven: Lee hat mit der Komödie "She Hate Me", in der eine Lesbe einem Hetero-Mann zwecks Kinderwunsch 10.000 Dollar für eine Nacht bietet, gerade die Nation erzürnt - und sich dafür am US-Boxoffice eine Backpfeife abgeholt.

Reeves - einst cooler Mantelträger in einem Science-Fiction-Film, der als Revolution des Genres galt - kämpft nun gegen den Makel als Hauptdarsteller der beiden katastrophalen "Matrix"-Fortsetzungen an.

Nun haben die beiden mit "The Night Watchman" ein vielversprechendes gemeinsames Projekt am Start. Erfolgsgarant für den klassischen Film noir ist dabei Drehbuchautor James Ellroy, der für seine Buchvorlage zu "L.A. Confidential" bereits einen Oscar einheimste.

Ich hab's Dick!

Allerdings klingt der neue Stoff verdächtig ähnlich: Ein Polizist ermittelt gegen Korruption in den eigenen Reihen und verstrickt sich dabei in ein Netz von Intrigen. So dauert es nicht lange, bis er sich selbst dem Vorwurf der illegalen Vorteilsnahme gegenüber sieht.

Reeves scheint überhaupt die Nase gestrichen voll zu haben von Amateur-Schreiberlingen á la Wachowski. Eben hat er nämlich mit Richard Linklater "Der dunkle Schirm" abgedreht. Wie schon bei dessen "Waking Life" wird der reale Keanu in der Postproduktion nun in eine gezeichnete Figur transformiert. Und das Drehbuch des SF-Thrillers um einen schizophrenen Drogenfahnder stammt dabei von keinem Geringeren als Philip K. Dick, dem der Kinofan Juwelen wie "Blade Runner", "Total Recall" und "Minority Report" verdankt.

Der Ausrutscher "Paycheck" sei hier dezent verschwiegen, denn da spielte schließlich Schauspiel-Unfall Ben Affleck die Hauptrolle.

sun, Los Angeles, 16.11.2004, 17:09

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