Geschlechtsumwandlung
Erneut eine bittere Pille für den einstigen Megastar Tom Cruise: Er zieht nicht nur den Kürzeren im Kampf um eine viel versprechende Rolle. Weil der Zuschlag an eine Frau ging, wird auch noch extra die Handlung geändert.
Nein, besonders scharf auf Mr. Cruise als Hauptdarsteller scheinen die Produzenten des Spionage-Krachers "Edwin A. Salt" nicht gewesen zu sein. Lange galt der Held aus "Mission: Impossible" als Favorit für die Rolle eines CIA-Agenten, der fälschlich als russischer Schläfer beschuldigt wird und daraufhin gnadenlos von den eigenen US-Geheimdienstlern gejagt wird.
Doch nun hat Angelina Jolie Interesse an dem in Hollywood hoch gehandelten Projekt bekundet. Prompt ist vom krisengeplagten Tom keine Rede mehr. Drehbuchautor Kurt Wimmer ("Thomas Crown", "Equilibrium") schreibt bereits das Skript um und meint: "Viel muss ich gar nicht ändern."
Für Angelina wäre das Action-Spektakel der erste Dreh nach der Geburt ihrer Zwillinge. Die Rolle gilt als eine Art weiblicher Jason Bourne - also ein Paradeauftritt für die Frau, die als Kampfamazone Lara Croft eindrucksvoll bewies, was Frauenpower auf der Leinwand bedeutet. Der Titel des Films müsste natürlich geändert werden, aber wohl nicht auf "Edwina Salt" - sicher fällt den Machern da noch ein schönerer Name für die Heldin ein.
Allzu traurig muss Tom Cruise aber nicht sein. Denn obwohl ihm eine Tür vor der Nase zugeknallt wurde, hat sich eine andere soeben geöffnet. In der Komödie "Food Fight" soll er einen New Yorker Edelkoch spielen, der dazu verdonnert wird, in einer Schulkantine Rotzgören zu bekochen. Das wäre für Cruise, der seit "Jerry Maguire" 1996 selten witzige Rollen spielte, der zweite komödiantische Part in Folge. Denn im Ben-Stiller-Klamauk "Tropic Thunder" ist Tom ab September als fettleibiger, überdrehter Filmproduzent zu bewundern, der sein Team in den Wahnsinn treibt.
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