Verzweifelt
Das Leben einer Legende zu verfilmen ist eine große Herausforderung, vor allem wenn es sich dabei um einen berühmten Sänger wie Johnny Cash handelt.
Sich in die Jugend von Johnny Cash hineinzuversetzen, ist für Joaquin Phoenix kein Problem. Der Schauspieler stammt aus einer liberalen Hippie-Familie und hat selbst schon ein paar wilde Jahre hinter sich. In dem Biopic "Walk the Line" steht die frühe Karriere des Country-Sängers Cash samt Alkohol- und Drogenproblemen im Mittelpunkt.
Obwohl der Großmeister erlaubt hatte, seine Original-Songs für den Film zu verwenden, muss Joaquin in einigen Szenen selbst zum Mikrofon greifen. Der 29-Jährige ist mit seinen Gesangskünsten überhaupt nicht zufrieden: "Ich singe schrecklich."
Joaquin übt schon seit mehr als drei Monaten, aber das Ergebnis ist noch nicht filmreif. Der Star, der für seine Rolle des Imperator Commodus in "Gladiator" für einen Oscar nominiert wurde, will die Familie Cash nicht enttäuschen. Der Country-Sänger starb im September 2003 im Alter von 71 Jahren an einer schweren Diabetes. "Inzwischen habe ich großen Respekt vor Sängern. Man ist so verletzlich wenn man allein auf der Bühne steht und singt."
Joaquin Phoenix hat nicht nur Probleme mit den Szenen, in denen er selbst singen muss: Playback die Lippen zu den Songs von Cash zu bewegen, fällt ihm auch nicht besonders leicht. "Ich finde es erschreckend, dass wir Ausschnitte aus zehn Konzerten drehen."
Wann "Walk the Line" in die Kinos kommt, steht zur Zeit nicht fest. Dieses Jahr ist Joaquin noch zwei Mal auf der Leinwand zu sehen. In dem Thriller "The Village" spielt er den furchtlosen Lucius, der sich nicht mehr verstecken will. Als Feuerwehrmann der "Einheit 49" lässt er im Flammenmeer sein Leben Revue passieren.
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