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BEKMAMBETOW IM GESPRÄCHINTERVIEW
"James McAvoy ist das Herzstück"
Mit "Wächter des Tages", dem zweitem Teil seiner furiosen Fantasy-Trilogie, schrieb Timur Bekmambetow russische Filmgeschichte. Knapp acht Millionen Besucher lockte das Vampir-Spektakel in seiner Heimat in die Kinos. Mit "Wanted" liegt nun die erste US-Produktionen des Kasachen vor.
Hänfling James McAvoy wird in
ZoomHänfling James McAvoy wird in "Wanted" von Angelina Jolie zum Killer ausgebildet (Foto: Universal)

» Wie kam Ihre erste US-Produktion zustand?

TIMUR BEKMAMBETOW: Ich bin Regisseur. Mein Beruf besteht darin, Filme zu drehen. Wenn ich ein gutes Angebot bekomme, nehme ich es an.

» Das heißt, "Wanted" wurde Ihnen angeboten.

Ja.

» War Ihnen die Comic-Serie "Wanted" von Mark Millar ein Begriff?

Ich hatte nichts "Wanted" gehört, bevor ich das Skript gelesen habe. Und ich verstand auch nicht, worum es im Drehbuch ging. Ich verstand natürlich was da stand, verstand die Geschichte, die mir auch gefiel. Aber filmisch machte sie für mich keinen Sinn. Die Figuren gefielen mir nicht, der Ton war mir zu unentschlossen. Ich las also dann die Comics und traf mich mit Mark Millar. Erst dann nahm der Film Formen an.

Gespannt lauscht James McAvoy den Anweisungen des Regisseurs Timur Bekmambetow
ZoomGespannt lauscht James McAvoy den Anweisungen des Regisseurs Timur Bekmambetow (Foto: Universal)

» Was haben Sie in Ihrem Film gegenüber der Vorlage verändert?

Das lief anders herum. Als ich das erste Skript bekam, unterschied es sich das grundsätzlich vom Comic. Meine Aufgabe bestand zunächst primär darin, wieder zur Vorlage zurückzukommen. Die jetzigen Unterschiede liegen in einer anderen Mythologie.

» Wäre "Dostojewski trifft Matrix" eine treffende Kurzzusammenfassung?

Na ja, Dostojewski hätte höchstens die Wachowskis treffen können... (lacht). Nein, in dem Satz liegt viel Wahres. Mein Film ist sehr russisch, schwer und Danny Elfman hat mich mir seiner Musik unterstützt, ihn noch schwerer zu machen. Ein netter Vergleich. Man könnte vielleicht sagen, dass bei "Wanted" existentialistische Themen mittels einer zeitgenössischen Filmsprache abgehandelt werden. Aber das Drama ist nicht unbedingt russisch. Denken Sie nur an "Hamlet".

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