Wegen "Piranha 3D"
Mit "Avatar" hat James Cameron eine 3D-Technologie für alle entwickelt. Aber er findet, dass nicht alle davon Gebrauch machen sollen ...
"Avatar - Aufbruch nach Pandora" hat für Hollywood die Tür in eine neue Zeit aufgestoßen: Herrliche Bilder gibt es im neuen Kinowunderland zu bestaunen. Der Eintritt ist den Fans auch gerne ein paar Dollar mehr wert.
Wenn 3D-Guru James Cameron nun fordert, dass sich der 'Horror' bitte aus dem Boom heraushalten möge, verlangt er damit keineswegs Rücksicht auf die Nerven des Publikums. Ihm geht es um den guten Ruf des 3D-Handwerks. Vor allem "Piranha 3D", bei uns im Oktober in den Kinos, stößt Cameron sauer auf.
"Normalerweise mache ich andere Filme nicht schlecht", sagte James Cameron in einem Interview mit der Zeitschrift Vanity Fair, "aber "Piranha" ist ein gutes Beispiel dafür, was wir besser nicht in 3D produzieren sollten. Es lässt das Medium billig wirken. Mich erinnert das an die üblen 3D-Produktionen aus den 70er und 80er Jahren, wie damals "Freitag der 13. in 3D"
Den Hinweis, er hätte selbst ja mal so eine 'üble' Produktion verbrechen wollen, (nämlich 1981 "Piranha Part Two: The Spawning)", kontert James Cameron sofort: "Ich wurde bei 'Piranha 2' schon nach ein paar Tagen gefeuert. Den Titel führe ich nicht in meiner offiziellen Filmografie. Hier eine Verbindung zu konstruieren, wäre töricht."
Und dann stellt der Meister noch einmal klar: "Wenn das kreative Potential einer Serie ausgeschöpft ist und sie wirtschaftlich ihr Leben aushaucht, dann probiert man es eben mit einer 3D-Version, um noch den allerletzten Dollar herauszupressen." Im Falle von "Piranha 3D" hat das in den USA nicht funktioniert. Der Film floppte dort trotz einer massiven Werbekampagne. James Camerons um acht Extraminuten verlängertes "Avatar - Aufbruch nach Pandora (Erweiterte Fassung)" schaffte es am Wochenende in den USA übrigens auch nicht in die Top Ten.
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