

"Nur" Freunde: Billy Chrystal und Meg Ryan in "Harry und Sally" (Foto: Jugendfilm)
Samstagabend, zehn nach acht. Die Menschenmassen im Foyer des Multiplexkinos strömen langsam in Richtung Saal 1 bis 9. Kichernde Mädchencliquen freuen sich auf den süßen Daniel Brühl in "2 Tage Paris" und verliebte Pärchen wollen "Spider-Man" dabei zusehen, wie er Kirsten Dunst umgarnt. Nur von Tobi ist weit und breit nichts zu sehen - obwohl der Film, für den wir uns verabredetet haben, bereits vor zehn Minuten offiziell angefangen hat.
Ich tippe eine zornerfüllte SMS in mein Handy, da trifft der Herr endlich ein. "Sorry, kein Parkplatz", schnauft er und knutscht mich eine Spur zu feucht auf die Wange. "Na, läuft ja eh noch Werbung." Ich bin sauer. Obwohl Tobi "Flyboys - Helden der Lüfte" selbst ausgesucht hat, schafft er es nicht, pünktlich am Kino zu sein.


Nicht nur was für Verliebte: "Spider-Man 3" (Foto: Sony Pictures)
Das Taschenproblem
Unsere reservierten Plätze sind jetzt natürlich verfallen. Statt hinten Mitte sitzen wir nun auf einem Pärchensitz, gefühlte 50 Zentimeter von der Leinwand entfernt. "Geht das getrennt oder zusammen?" fragt uns das Mädchen im Stewardessen-Outfit hinter der Kasse. "Getrennt!" presst Tobi eilig hervor. Zu spät kommen und geizig sein - das Minuspunktekonto wächst und wächst.
Natürlich braucht mein bester Kumpel jetzt noch dringend etwas zu essen. Und wieder warte ich, während er sich einen Eimer Nachos mit orangefarbener Gummikäsesoße holt. "Ich muss noch schnell zur Toilette, hälst du kurz meine Tasche?", empfange ich ihn zurück. Er macht ein Gesicht, als hätte ich ihn gebeten, eine Schachtel Tampons super plus aus der Drogerie zu holen.
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