Radcliffe im Gespräch
Ab dem 23. Juli 2009 ist Harry Potter kein Teenager mehr! Dann feiert Darsteller Daniel Radcliffe nämlich seinen 20. Geburtstag. Genau eine Woche vorher startet "Harry Potter und der Halbblutprinz" in den deutschen Kinos.
Schon zum sechsten Mal kehrt Daniel Radcliffe in seine Rolle als Harry Potter zurück (Foto: Warner (Harry Potter Publishing Rights))
» Ist es dir schwer gefallen, für "Harry Potter und der Halbblutprinz" wieder die Nickelbrille aufzusetzen?
DANIEL RADCLIFFE: Nein, es war nur ungewöhnlich, weil ich zwischenzeitlich auch andere Filme gedreht habe, in denen ich keine Brille tragen musste. Für den sechsten Harry-Potter-Film musste aber eine neue Brille angefertigt werden, weil mein Kopf breiter geworden ist. Ich musste lachen, weil ich fand, damit dass ich damit komisch aussehe. Insofern kann ich eher froh sein, im wirklichen Leben keine Gläser tragen zu müssen.
» Inzwischen hast du schon so oft Harry Potter gespielt und wirst es mindestens noch zweimal tun. Hast du manchmal das Gefühl, mit ihm eins geworden zu sein?
Bestimmt fühle ich mich Harry näher als jeder anderen Figur. Ich nehme schon an, dass ich viel mit ihm gemeinsam habe, was sich damit erklären lässt, dass ich schon so viel Zeit meines Lebens mit ihm verbracht habe. Harry geht mit sich hart ins Gericht, nimmt sich alles sehr zu Herzen. Manchmal sehe ich mich darin selbst wieder.
Daniel ist stolz, bereits mit Schauspielgrößen wie Maggie Smith gearbeitet zu haben (Foto: Warner)
» War es nicht merkwürdig für dich, dass die Welt dir sozusagen zugeschaut hat, wie du von Film zu Film erwachsener geworden bist?
Der einzige Unterschied zu anderen Kinder war der, dass ich mit mehr Erwachsenen zu tun hatte als nur mit Lehrern und Eltern. Schließlich stand ich schon mit vielen berühmten Schauspielern vor der Kamera und bekam viel Respekt von ihnen. Ansonsten durfte ich ein ganz normaler Junge sein.
» Und wie fühlst du dich jetzt als Erwachsener?
Ich weiß noch, wie ich am Tag nach meinem 18. Geburtstag in den Spiegel hineinschaute und mir sagte: 'Jetzt bist du für dich selbst verantwortlich, jetzt musst du wie ein Erwachsener handeln.' Aber wie macht man das? Eine Freundin meinte, so funktioniert das nicht. Man muss die Dinge auf sich zukommen lassen. Das hat mir den Druck genommen.
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