Portman im Gespräch
13 Jahre alt war Natalie Portman, als sie durch "Leon, der Profi" zum Star wurde. Mittlerweile ist Natalie eine etablierte Schauspielerin, um die sich Hollywoods Macher reißen. In "Goyas Geister" von Milos Forman hat sie jetzt einen doppelten Auftritt.
» Es ist nicht das erste Mal, dass Sie eine Doppelrolle spielen…
NATALIE PORTMAN: Stimmt! Bereits in "Star Wars: Episode 1" konnte ich das ausleben, als ich zugleich die kämpferische Zofe Padmé und die königliche Amidala spielte. Trotzdem war "Goyas Geister" der schwierigere Film, weil ich nicht nur Mutter und Tochter spiele, sondern die Mutter auch noch in zwei unterschiedlichen Lebenslagen. Denn als die einst so kluge Inés aus dem Kerker kommt, ist sie geistig verwirrt. In gewisser Weise war das für mich als Schauspielerin eine dreifache Herausforderung.
» Regisseur Milos Forman haben wir bereits Klassiker wie "Einer flog über das Kuckucksnest" und "Amadeus" zu verdanken. Sind Sie vor Ehrfurcht erstarrt?
Das nicht gerade, aber ich konnte von Milos viel lernen. Er hat mir sehr viel Selbstbewusstsein gegeben, mir gezeigt, dass er seinen Schauspielern vertraut - und ganz genau weiß, was er will. Je weniger er sagte, desto sicherer konnte man sein, das Richtige getan zu haben.
» Hat es Ihnen geholfen, dass der Film an Originalschauplätzen gedreht wurde?
Es war großartig, in Spanien zu arbeiten und all die Orte kennenzulernen, wo Goya gelebt und seine Werke geschaffen hat. Dazu noch Stellan Skårsgard als Goya und Javier Bardem als sein Gegenspieler Lorenzo, zwei der besten Schauspieler der Welt. Ich kann mich wirklich glücklich schätzen, bei diesem Film dabei gewesen zu sein.
» Hatten Sie Probleme, sich als Inés nach ihrer Kerkerzeit so zerlumpt und verwahrlost zu zeigen?
Überhaupt nicht, weil es nun mal zu einer Schauspielerin gehört, sich auch äußerlich einer Rolle anzupassen. Dass ich mit meinem Aussehen auf der Leinwand kein Problem habe, konnte ich ja bereits mit meinem letzten Film "V for Vendetta" beweisen. Dafür musste ich mir sogar eine Glatze schneiden lassen, die auch nach einem Drehtag blieb, während ich mir in diesem Fall jeden Abend den Schmutz wieder abwaschen konnte.
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