Im Interview zu seinem neuen SciFi-Drama "Knowing" verrät Nic Cage, warum er Religion und Nationalstolz für gefährlich hält.... http://images.kino.de/newspics/754/271754_1/b150x150.jpg "Ich glaube nicht an Zufälle"

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Nicolas Cage im Gespräch

"Ich glaube nicht an Zufälle"

Nicolas Cage entdeckt als Astrophysiker in "Knowing" Schockierendes: Eine 1959 ver- und gerade ausgegrabene Zeitkapsel enthält Zahlenreihen, die die größten Katastrophen der letzten 50 Jahre exakt voraussagen. Weil drei Ereignisse noch nicht eingetroffen sind, versucht er zu warnen. Im Interview verrät der Star seine Einstellung zu Religion und Spiritualität.

Großansicht "Knowing" verbindet laut Hauptdarsteller Nicolas Cage Anspruch und Unterhaltung (Foto: Concorde)

"Knowing" verbindet laut Hauptdarsteller Nicolas Cage Anspruch und Unterhaltung (Foto: Concorde)

» Wir sehen Sie inzwischen fast nur noch in Fanatasy-Filmen. Ist das Zufall?

NICOLAS CAGE: Nein, denn ich mag Genres wie Science-Fiction, weil ich damit abstrakte Ideen formulieren und gleichzeitig ein großes Publikum erreichen kann. Das hat auch für mich etwas geistig Befreiendes, weil ich damit bestimmte Themen für mich selbst erforsche. So ist "Knowing" in gewissem Sinne ein Popcorn- Film, der auch junge Leute anspricht, und gleichzeitig hat er ein ausgeprägtes spirituelles Thema. Eines, das vor allem in so schwierigen Zeiten wie diesen relevant ist.

» Welches Thema meinen Sie?

Das sollten Sie selbst für sich herausfinden. Es wäre ein Fehler, wenn ich diese Frage beantworten würde, denn dazu müsste ich über das Ende des Films sprechen und damit würde ich die Zuschauer ihrer Erfahrung berauben. In "Knowing" geht es um Katastrophen, die die Menschheit gefährden.

Großansicht SciFi-Spezialist Alex Proyas ("I, Robot") hat "Knowing" mit großartigen Effekten inszeniert (Foto: Concorde)

SciFi-Spezialist Alex Proyas ("I, Robot") hat "Knowing" mit großartigen Effekten inszeniert (Foto: Concorde)

» Hat Ihr Film eine ökologische Botschaft?

Ich mache keine Filme mit Botschaften an sich. Aber mir war klar, dass man den Film in so einer Weise interpretieren kann, und das ist gut so. Das war auch einer der Gründe, weshalb ich mir das Projekt ausgesucht habe. Filme haben das Potenzial, die Einstellung der Menschen zu verändern. Da hat mich immer beeindruckt. Mein Schlüsselerlebnis war, als ich als Junge "Das China Syndrom" gesehen, habe, der die Gefahren der Atomkraft aufzeigte.

» War diese Macht des Kinos der Grund, weshalb Sie Schauspieler werden wollten?

Der Grund war eher, dass ich keinen rechten Platz im Leben fand. Ich war als Jugendlicher alles andere als beliebt, war von meinen Mitschülern isoliert, hatte nicht mal ein Auto, um Mädchen auszuführen. Das war eine sehr schmerzvolle Zeit für mich. Die einzige Erleichterung spürte ich, wenn ich in der Nähe von Wasser war. Das hatte eine sehr beruhigende Wirkung auf mich - hat es immer noch. Deshalb wollte ich eine Zeitlang auch Fischer oder Seemann werden. Aber wirklich zu mir selbst fand ich erst, als ich die Schauspielerei für mich entdeckte. Sie ist der Weg, auf dem ich mich selbst verwirklichen und das Leben erforschen kann.

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