George Clooney
Nach politischen Filmen wie "Good Night, and Good Luck" wendet sich George Clooney als Regisseur mit "Ein verlockendes Spiel" einem vermeintlich leichteren Thema zu. Aber die Tradition der Screwball-Komödie wiederzubeleben, erwies sich als überaus knifflig.
Mit "Ein verlockendes Spiel" bringt George Clooney den Charme der alten Hollywood-Ära zurück ins Kino (Foto: Universal)
» Man hatte sich fast daran gewöhnt, von Ihnen politkritische Filme zu sehen. Doch jetzt überraschen Sie mit einer leichten Football-Komödie.
GEORGE CLOONEY: Eben weil ich in letzter Zeit nur noch solche seriöse Filme gedreht hatte. Danach bot man mir viele ähnliche Projekte an, Richard Clarkes "Against All Enemies", die Valerie-Plame-Story und so fort.
Aber ich will kein Themenregisseur sein. Das heißt, ich wollte mich auch an einer Komödie versuchen. Als Schauspieler habe ich das Glück, dass ich die verschiedensten Rollen bekomme, denn man steckt mich nicht in eine Schublade. Und bevor mir das als Regisseur passiert, habe ich dieses zehn Jahre alte Projekt meiner Produktionsfirma entstaubt.
Zwischen Renée Zellweger und George Clooney knistert es gewaltig - natürlich nur rein beruflich (Foto: Universal)
» Was fiel Ihnen bei der Umstellung auf den Komödienstil besonders schwer?
Den richtigen Rhythmus zu finden. Die einzigen Regisseure, die den alten Screwball-Stil mit seiner überhöhten Realität noch draufhaben, sind die Coen-Brüder. Von denen habe ich viel gelernt. Aber das eigentliche Vorbild waren natürlich die Komödien von Howard Hawks und Preston Sturges, bei denen ich mich kräftig bedient habe.
Nur konnte ich die Schauspieler nicht im Maschinengewehr-Takt von damals sprechen lassen. Das hätte nicht in einen modernen Film gepasst. Wir haben das also erst mal im normalen Tempo geprobt, dann habe ich das Tempo schrittweise erhöht, bis es nicht mehr schneller ging. Und dann ließ ich wieder einen Gang zurückschalten. Wir haben also den Rhythmus der gesamten Szene beschleunigt anstatt nur den Dialog.
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