Frischer Wind
Deutsche Filmemacher brauchen sich nicht vor ihren US-Kollegen zu verstecken. Im Gegenteil, einige von ihnen sind in Hollywood groß im Geschäft.
Tom Tykwer mit Clive Owben bei der Pressekonferrenz zu "The International" in Babelsberg (Foto: Sony)
Beispielsweise konnte sich Tom Tykwer für sein erstes Studioprojekt "The International" die Mitwirkung von "Sin City"-Star Clive Owen sichern. Doch das war nicht immer so: Als Programmkinovorführer hielt sich der von den Filmhochschulen verschmähte Goldjunge in Berlin über Wasser und erlangte mit "Lola rennt" den internationalen Durchbruch. "Das Parfum" führte ihn zwar noch nicht in die Hügel über Los Angeles, brachte ihm aber Kontakte zu den Topstars der Branche und bescherte ihm sogar eine Oscar-Nominierung.
Ein weiterer Regievertreter, der sich durchgesetzt hat, ist Robert Schwentke. Er arbeitet mit "Troja"-Star Eric Bana an der Romanverfilmung "Die Frau des Zeitreisenden". Zuvor hatte Schwentke den Thriller "Flightplan - Ohne jede Spur" mit Jodie Foster inszeniert.
Filmemacher Mennan Yapo geht mit seinem Star Sandra Bullock eine Einstellung für "Die Vorahnung" durch (Foto: Kinowelt)
Oder Christian Alvart: Der Fachmann für komplexe Thriller hat gerade den Horrorthriller "Case 39" mit Topstar Renée Zellweger im Kasten. Mit dem Psychothriller "Antikörper" wagte Alvart 2005 eine deutsche "Hannibal"-Variante.
Mennan Yapo bescherte Sandra Bullock mit dem Drama "Die Vorahnung" das beste Startergebnis ihrer Laufbahn. Sein Regiedebüt gab Yapo mit dem Thriller "Lautlos". Er hat mit dieser Killergeschichte nach Hollywoodvorbild einen Film gemacht, der über die deutschen Grenzen hinaus funktioniert.
Unser "blonder Basterd" Diane Kruger eröffnete die 62. Berlinale - und Stars aus der ganzen Welt wollten das sehen.