Der letzte Gentleman
Gregory Peck ist tot. Als einer der letzten echten Helden des klassischen Hollywood entschlief der große Mime in der Nacht zum Donnerstag friedlich im Alter von 87 Jahren, wie sein Sprecher mitteilte. Bei ihm war seine Frau Veronique, mit der er 48 Jahre verheiratet gewesen war.
In über 50 Filmen hatte Gregory Peck die Herzen des Publikums erobert - darunter Klassiker wie "Ein Herz und eine Krone", "Moby Dick", "Weites Land" und "Wer die Nachtigall stört", für den er 1962 mit dem Oscar als Bester Hauptdarsteller ausgezeichnet wurde.
Auch über 40 Jahre später wirkt dieser Film noch nach: Kürzlich kürte das American Film Institute Gregory Peck für seine Rolle als Rechtsanwalt Atticus Finch zum größten Filmhelden aller Zeiten.
Der Part des aufrechten Mannes, der die ihm aufgetragene Verantwortung mit Ehre trägt, kennzeichnete auch das Leben des Schaupielers: Jenseits aller Skandale galt er in Hollywood zu Lebzeiten als höchst integre Persönlichkeit - obwohl er lange Jahre als attraktivster Mann der Traumfabrik bewundert wurde.
In Deutschland wurde Peck 1993 mit dem Goldenen Bären und zuletzt 1998 mit dem Deutschen Filmpreis jeweils für sein Lebenswerk geehrt.
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