Filmparodien
Was haben Winnetou, Captain Kirk und James Bond gemeinsam? Sie alle wurden schon in einer Filmparodie ordentlich durch den Kakao gezogen.
Parodien, auch Spoofs genannt, liegen voll im Trend. Lieb gewonnene Sehgewohnheiten, stilistische Konventionen wie Kulisse, Licht und Ton sowie bekannte Handlungsstränge werden fröhlich zitiert und kultiviert. Dabei ist es ganz egal, ob es sich um einen Horrorschocker, einen Western oder eine Liebeskomödie handelt. Vor einem Spoof ist niemand sicher.
Das dachten sich auch die beiden "Scary Movie 3"-Autoren Jason Friedberg und Aaron Seltzer und entwarfen das Drehbuch zu "Date Movie". In dieser Parodie auf romantische Komödien isst eine moppelige Alyson Hannigan "Schokolade zum Frühstück" und ihre Monsterschlüpfer erregen ähnlich Aufmerksamkeit wie die von Gwyneth Paltrow in "Schwer verliebt". Als dann auch noch eine "Big Fat Greek Wedding" mit einem Owen-Wilson-Double ansteht, ist klar, was in dieser Komödie noch "romantisch" ist - nämlich gar nichts.
Zu den bekanntesten und erfolgreichsten Filmparodien zählen die vier "Scary Movie"-Teile. Hier wird auf sämtlichen Horrorklischees rumgetrampelt, getreu dem Motto "Ich weiß noch immer, was du letzten Freitag, den 13., kurz vor Halloween getan hast".
Und so lange es Mädchen gibt, die noch immer nicht gelernt haben, dass man sich abends niemals alleine einen Horrorfilm anschaut und dass man auf gar keinen Fall ans Telefon geht - so lange wird die "Scary Movie"-Reihe fortgesetzt. Teil vier, die sägenreichste Parodie seit Erfindung des gestochen scharfen Humors, hat bereits über 90 Millionen Dollar eingespielt, Teil fünf ist schon in Planung.
Unser "blonder Basterd" Diane Kruger eröffnete die 62. Berlinale - und Stars aus der ganzen Welt wollten das sehen.