Oliver Hirschbiegel möchte mit "The School" die dreitägige Belagerung der Schule in Beslan verfilmen. Hunderte Menschen kamen damals ums Leben.... http://images.kino.de/newspics/717/225717_1/b150x150.jpg Hirschbiegel verfilmt Drama von Beslan

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Wahre Begebenheit

Hirschbiegel verfilmt Drama von Beslan

Nach Paul Greengrass und seinem "Flug 93" wagt sich nun Oliver Hirschbiegel daran, eine wahre und dramatische Geschichte auf die große Leinwand zu bringen.

Großansicht Er hält nichts von leichten Themen: Oliver Hirschbiegel (Foto: NFP)

Er hält nichts von leichten Themen: Oliver Hirschbiegel (Foto: NFP)

Der deutsche Regisseur, der bereits "Der Untergang" inszenierte, möchte die tragische Geiselnahme an der Grundschule von Beslan im September 2004 verfilmen. Bei der dreitägigen Belagerung durch tschetschenische Rebellen wurden Hunderte Menschen getötet. Der schlichte Titel von Hirschbiegels geplantem Projekt: "The School".

Am 1. September 2004 begann der erste Schultag im russischen Beslan ganz gewöhnlich, bis ca. 30 schwer bewaffnete Personen die Einrichtung stürmten und Hunderte Geiseln nahmen - darunter viele Kleinkinder. Sie sperrten ihre Gefangenen in die Sporthalle der Schule. Die tschetschenischen Rebellen drohten der Polizei für jeden ermordeten Kumpan damit, 50 Geiseln zu töten.

Am dritten Tag der Belagerung kam es nach einer unerklärlichen Explosion zu einem stundenlangen Feuergefecht zwischen Polizei und Terroristen. Die russische Spezialeinheit ALFA sah das Chaos als Vorteil und stürmte die Schule. Bei der großteils planlosen Aktion wurden Hunderte Personen verletzt. Offiziell kamen 331 Menschen ums Leben. Es ist unklar, ob alle Geiselnehmer getötet wurden oder ob einigen die Flucht gelang. Nur ein Mann wurde festgenommen und im Mai 2006 zu lebenslanger Haft verurteilt.

Keine Stars

Das Drehbuch zum Film stützt sich auf einen Artikel des Magazins Esquire, Autor Braulio Mantovani ("City of God") kümmert sich um die Adaption. Regisseur Hirschbiegel und Braulio möchten die Geschichte auf ihre Weise erzählen, ohne berühmte Hollywoodschauspieler. Der Film wird in russischer Sprache mit russischen Schauspielern und Amateuren gedreht.

"Was den Film spannend machen wird, hat nichts mit explodierenden Bomben oder sterbenden Menschen zu tun", so Mantovani. "Es geht darum, was die Menschen in der Schule während der dreitägigen Geiselnahme gemacht haben - sowohl Opfer, als auch Terroristen."

Bevor sich Hirschbiegel jeodch an diesen heiklen Film wagen kann, der noch einiges an Diskussionsstoff liefern wird, muss er die Dreharbeiten an "The Invasion" mit Nicole Kidman beenden.

bek, Los Angeles, 30.01.2007, 16:29

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