Katherine Heigl und Gerard Butler, die Stars aus "Die nackte Wahrheit", über Sexismus, gefakte Orgasmen und wahre Männer und Frauen.... http://images.kino.de/newspics/023/280023_1/b150x150.jpg "Gutes Aussehen? Nichts dagegen!"

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Heigl & Butler über "Die nackte Wahrheit"

"Gutes Aussehen? Nichts dagegen!"

"Greys"-Star Katherine Heigl und "300"-Held Gerard Butler geben sich im Geschlechterkampf in der spitzzüngigen Komödie "Die nackte Wahrheit" so richtig Saures. Im Interview gehen sie dagegen recht zahm miteinander um...

Großansicht Prachtexemplare: Katherine Heigl als typische romantische Frau und Gerard Butler als (scheinbarer) Supermacho-Mann (Foto: Warner)

Prachtexemplare: Katherine Heigl als typische romantische Frau und Gerard Butler als (scheinbarer) Supermacho-Mann (Foto: Warner)

Herr Butler, wir kennen Sie als Schwert schwingenden Spartaner in "300". Was haben Sie in einer romantischen Komödie verloren?

GERARD BUTLER: "Die nackte Wahrheit" ist doch keine Romantikkomödie. Dieses Genre mag ich auch nicht so sehr, nur ein paar Filme finde ich da ganz gut. Aber unser Film ist vulgär und sogar schockierend - eher Hardcore als Süßkram.

Ist der Macho Mike mit seinen sexistischen Sprüchen, den Sie spielen, ein typischer Mann?

BUTLER: Natürlich ist er das. Es gibt grundsätzlich einen gewaltigen Unterschied zwischen Männern und Frauen, und der besteht darin, dass Männer wesentlich stärker auf sexuelle Reize reagieren.

KATHERINE HEIGL: Als würden Frauen das nicht tun. Und mit sexistischen Sprüchen kommt heute kein Mann weit. Ich habe zwar Freunde, die so sprechen, aber die meinen das nicht wirklich ernst. Wenn mich jemand ernsthaft so anmachen würde, würde ich ihn einfach auslachen.

BUTLER: Du hast natürlich Recht. Der Film treibt das Ganze ins Extrem. Und inzwischen gleicht sich dieser Unterschied aus, da die Frauen viel stärker geworden sind und häufiger Karriere machen. Als ich Interviews für diesen Film in Los Angeles gegeben habe, sind meine PR-Betreuerinnen ausgeflippt, weil die Spieler von Inter Mailand im gleichen Hotel waren und sie unbedingt deren Knackärsche auschecken wollten.

Frau Heigl durfte sich ja beim Dreh ein wenig austoben - in einer Szene spielen Sie einen Orgasmus in einem voll besetzten Restaurant ...

HEIGL: Was echt Spaß gemacht hat, auch wenn es ganz schön anstrengend war. Ich spielte das 32 mal, weil wir aus verschiedenen Blickwinkeln drehten und ich die Lautstärke auch noch variierte. Besonders amüsant war das Ganze, weil die Statisten nicht wussten, worum es in der Szene ging. Nach der allerersten Einstellung herrschte Totenstille im Raum.

Mit einer ähnlichen Szene in "Harry und Sally" wurde Meg Ryan unvergesslich. Sie sind ja dabei, ihr die Krone der "Queen of Comedy" abzunehmen.

HEIGL: Jetzt übertreiben Sie mal nicht. Sie ist ein Idol von mir - sie und die anderen großen Komödiantinnen wie Julia Roberts und Sandra Bullock haben mich stark beeinflusst. Und ich versuche momentan nur die Tatsache auszunutzen, dass ich noch jünger bin. Es wird der Zeitpunkt kommen, wo man mir keine solchen Rollen mehr geben wird.

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Woher kommt Ihre Vorliebe für romantische Komödien?

HEIGL: Ich will auch andere Geschichten erzählen, aber romantische Komödien machen einfach am meisten Spaß. Beim Dreh herrscht immer gute Stimmung, ständig wird gelacht. Vor kurzem habe ich meinen ersten Actionfilm gedreht, und da dauerten die Vorbereitungen für eine Szene ewig. Ich musste zwei Stunden warten, und alles was ich danach tat, war meine Pistole ziehen.

BUTLER: Da zeigt sich eben doch der Unterschied zwischen Männern und Frauen. Für mich gab es nichts Größeres als "300". Das ist der krönende Moment meiner Karriere und die Leistung, auf die ich bis jetzt am meisten stolz bin. Nchts gegen die "Die nackte Wahrheit", aber im Zweifelsfall tauche ich halt doch lieber in mythische Geschichten ein, wo sich alles um männliche Themen wie Mut und Ehre dreht.

Welche Männer sind aus Ihrer Sicht mutig, Frau Heigl? Schwert schwingende Helden?

HEIGL: Stand-up Komiker - aber das gilt natürlich auch für Frauen. Ich selbst könnte nie auf einer Bühne stehen und Witze erzählen. Ich frage mich immer, wie die das machen. Was ist, wenn ihr Scherz in die Hose geht? Das muss doch furchbar sein.

Haben Sie eine Check-Liste wie Ihre Filmfigur, nach der Sie Männer beurteilen?

HEIGL: Ich habe das ja nicht mehr nötig, da ich schon mit Mr. Perfect verheiratet bin. Aber grundsätzlich hatte ich das schon, nur nicht so detailliert. Mir ist es egal, was ein Mann zum Abendessen trinkt. Aber tierlieb sollte er schon sein.

Wie ist es mit Ihnen, Herr Butler?

BUTLER: Offen gestanden, ich habe nie über dieses Thema nachgedacht. Aber jetzt, wo ich ständig danach gefragt werde, habe ich mir den Kopf zerbrochen. Und ich glaube, ja ich hab eine, aber unbewusst. Ich weiß nicht, wonach ich suche, sondern lass mich von den Qualitäten einer Frau überraschen. Und dabei geht's mir nicht um Äußerlichkeiten, das muss ich zu meiner Ehrenrettung sagen. (grinst). Aber gegen schöne Äußerlichkeiten habe ich nichts einzuwenden.

Rüdiger Sturm, 29.09.2009, 09:35

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In der aktuellen Ausgabe: Katherine Heigl im Trailer zur Actionkomödie "Einmal ist keinmal".

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