Kinderbücher im Kino
"Wir wollen nicht die Eltern davon überzeugen, mit ihren Kindern ins Kino zu gehen. Wir wollen, dass sie von ihren Kindern ins Kino gezerrt werden."
Andreas Ulmke-Smeaton weiß, wovon er redet. Schließlich hat er die freche Fußballbande "Die wilden Kerle" ins Kino gebracht - und das mit stetig wachsendem Erfolg. Mit jedem neuen Teil der Reihe lockte er noch mehr kleine Bolzfans ins Kino. "Die wilden Kerle 3" hat bereits die magische Zwei-Millionen-Besucher-Grenze geknackt. Kein Wunder, dass nun "Hui Buh" diesem Erfolg nacheifern will und noch in diesem Sommer die Dreharbeiten zu Teil vier der Fußballsaga starten. Wieder mit dabei: Die beiden Söhne von Uwe Ochsenknecht, Jimi Blue und Wilson Gonzalez.
"Alles ist gut, solange du wild bist" lautet das Motto der wilden Fußballkerle. Der Mangel an pädagogischem Anspruch und der eigenwillige Humor trifft genau den Nerv grasfleckenübersäter Acht- bis 13-Jähriger. Die Idee zu den Geschichten über die rebellischen Kicker stammt von dem Buchautor und späteren Regisseur der Reihe, Joachim Masannek. Der wachsende Erfolg von "Die wilden Kerle"-Büchern, -Kalendern, -T-Shirts und -Kinofilmen liegt in der gesteigerten Bekanntheit der Marke. 2002 waren die Abenteuer von Leon, Marlon und Co. noch ein Geheimtipp, 2006 kennt sie (fast) jedes Kind.
Kein Wunder also, dass Filmemacher gerne auf etablierte Stoffe zurückgreifen, um die heiß begehrte Zielgruppe "Kind" (und die Eltern) zu erreichen. Im September 2002 düste die kleine Hexe Bibi Blocksberg auf ihrem Besen Kartoffelbrei nach unzähligen Büchern und Hörspielen endlich in die Kinos - zwei Jahre später folgte die Fortsetzung. Mit "Die wilden Hühner" bekamen Masanneks wilde Kerle ordentlich weibliche Konkurrenz. Es wird sicher nicht lange dauern, bis die clevere Mädchenbande von Kinderbuchautorin Cornelia Funke erneut auf der Leinwand kichern darf.
Unser "blonder Basterd" Diane Kruger eröffnete die 62. Berlinale - und Stars aus der ganzen Welt wollten das sehen.