Musicalstar und Frauenliebling Jackman mutiert in "X-Men Origins: Wolverine" erneut zu einem unzerstörbaren Wesen mit scharfen Krallen.... http://images.kino.de/newspics/971/132971_1/b150x150.jpg Gentleman mit Klauen

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Hugh Jackman

Gentleman mit Klauen

In nur vier Jahren hat der 40-jährige Jackman Hollywood erobert und festigt Australiens Spitzenstellung im Export maskuliner und doch auch gefühlvoller Kinohelden.

Großansicht In "X-Men Origins: Wolverine" zeigt sich Hugh Jackman erneut als sexy Mutant (Foto: Fox)

In "X-Men Origins: Wolverine" zeigt sich Hugh Jackman erneut als sexy Mutant (Foto: Fox)

Wie Russell Crowe gehört auch Hugh Jackman zu den Naturburschen aus Koala-Country, die weder in Kneipen noch im Outback die Orientierung verlieren. Das Geheimnis ihres Erfolgs sieht der Frauenschwarm im heimatlichen Naturell:

"Wenn du beim Bungee-Springen auf der Plattform kneifst, ohne einen Versuch gewagt zu haben, wirst du es in Australien zu nichts bringen. Wenn du aber heulst und trotzdem in den Abgrund hüpfst, wird man dich dafür bewundern."

Diese Risikomentalität hat Jackman zum Hollywood-Kometen gemacht, der die kalifornische Sonne nicht erst jahrelang umkreisen musste, sondern direkt dahin vorstieß, wo das Licht am hellsten scheint. Seinen Aufstieg bezeichnet der sympathische Optimist, der im Gegensatz zu Crowe künstlerisch uneitel geblieben ist, als märchenhaft - seine Kindheit aber nicht.

Großansicht Mit Meg Ryan in "Kate & Leopold" (Foto: Fox)

Mit Meg Ryan in "Kate & Leopold" (Foto: Fox)

Von Vati Manieren gelernt

Als Jackman acht Jahre alt war, verließ die Mutter ihn, seine vier älteren Geschwister und ihren Mann, um nach England zurückzukehren. Ihre öffentliche Reue über diesen Schritt machte Schlagzeilen in der australischen Presse. Jackmans Vater, ein Buchhalter mit Cambridge-Abschluss, zog seine Kinder allein und nicht zuletzt deshalb mit strikten Regeln groß.

Die konservative Erziehung formte den Jungen aus Sydney zum Gentleman, der Meg Ryan in "Kate & Leopold" stilvoll umgarnte, mit Ashley Judd in "Männerzirkus" Händchen hielt und Halle Berrys als Computerhacker in "Passwort: Swordfish" brav zur Seite stand.

Großansicht Als Casanova in "Männerzirkus" (Foto: Fox)

Als Casanova in "Männerzirkus" (Foto: Fox)

Im Knast verliebt

Sein Status als Frauenschwarm, den er als Großstadtcasanova mit Athletenbrustkorb in "Männerzirkus" bestätigte, ist für Jackman kein Mysterium. Dieser Mann weiß um seine Anziehung, die er nach eigener Aussage vor allem auf dem Tanzparkett zur Geltung bringt:

"Es ist sexy, wenn ein Typ tanzen, auf einer Hochzeit eine Frau auffordern und sie auf dem Parkett gut aussehen lassen kann. Ich war immer ein begeisterter Tänzer."

Wolverine und Rumba, Actionheld und Parkett-Tiger - das ist der Kontrast, der Frauen gefällt, wohl auch seiner eigenen. Die acht Jahre ältere Deborra-Lee Furness, die sich als Bikerin und Racheengel in "Totgeschwiegen - Eine Frau schlägt zurück" auch nicht als Mauerblümchen verkauft hatte, lernte Jackman 1995 in der TV-Serie "Corelli" kennen: Er war der harte Knacki, sie seine Gefängnispsychologin. Mittlerweile haben die beiden ihre eigene kleine Familie: die zwei Adoptivkinder Oscar und Ava.

Großansicht Mit Halle Berry in "Passwort:Swordfish" (Foto: Warner)

Mit Halle Berry in "Passwort:Swordfish" (Foto: Warner)

Über Nacht zur Traumrolle

Jackmans Fernsehdebüt in "Corelli" war die erste große Bewährungsprobe nach einem Schauspielstudium und aufgegebenen Karriereplänen als Journalist. Er meisterte die Herausforderung mit künstlerischem Draufgängertum.

Genauso ging er auch an die Hauptrolle in einer australischen Musical-Produktion von "Die Schöne und das Biest" heran: Obwohl Jackman nie zuvor in einem Musical aufgetreten war, nahm er an. Danach sang er in "Sunset Boulevard", schließlich auch am Royal National Theatre in London im Klassiker "Oklahoma".

Und Hollywood hörte bereits zu. Als Kollege Dougray Scott wegen Drehplanverzögerung bei "Mission: Impossible 2" aus "X-Men - Der Film" aussteigen musste, sprang Jackman fast über Nacht für ihn ein. Die prophetische Weisheit des Casting-Agenten verdient Bewunderung, denn der erkannte im Oklahoma-Cowboy, der hemdsärmelig "Oh, What a Beautiful Morning" trällerte, das Potenzial für den grimmig-schweigsamen Wolverine.

Großansicht Auch in "X-Men 2" wehrt sich Hugh Jackman erfolgreich gegen seine Feinde (Foto: Fox)

Auch in "X-Men 2" wehrt sich Hugh Jackman erfolgreich gegen seine Feinde (Foto: Fox)

Tanzender Monsterschreck

"Ich habe ein bisschen gesungen, bin in Musicals, im Koalabär-Kostüm und auf Kinderparties aufgetreten, jetzt spiele ich halt einen Superhelden", kommentierte Jackman gelassen wie ein indischer Guru seinen Aufstieg.

Nach einer weiteren Schlacht gegen Mutanten in "X-Men 2" kämpfte der Actionheld als "Van Helsing" gegen Dracula, Wolfman und das Monster Frankensteins.

Nachdem die Ungeheuer besiegt waren, regte sich in dem Schauspieler wieder seine musikalische Ader. Ein Jahr lang stand Jackman für das Musical "The Boy from Oz" in New York am Broadway auf der Bühne und begeisterte gleichermaßen Fans wie Kritiker.

Großansicht Als Van Helsing lehrt Jackman die Vampire das Fürchten (Foto: UIP)

Als Van Helsing lehrt Jackman die Vampire das Fürchten (Foto: UIP)

Rückkehr des sexy Mutanten

Schließlich verwandelte sich Jackman für "X-Men: Der letzte Widerstand" ein drittes Mal erfolgreich in Wolverine. 2008 schließlich kehrte der amtierende Sexiest Man Alive in seine Heimat zurück: Mit der besten Freundin seiner Frau, Nicole Kidman, drehte er unter Baz Luhrmann das Drama "Australia", ein bildgewaltiges Epos zwischen Abenteuer, Romantik und Action.

Nachdem er die diesjährige Oscarverleihung höchst wortgewandt und stimmsicher moderierte, ist Jackman ab 29. April ein viertes Mal als knackiger Mutant im Kino zu sehen: "X-Men Origins: Wolverine" heißt das erste von mehreren geplanten Spin-offs zur "X-Men"-Trilogie. Der Film befasst sich mit den Ereignissen, die zeitlich vor der Superhelden-Saga liegen und zeigt, wie aus dem Mann James Howlett die Kampfmaschine Wolverine wurde.

Großansicht Große Gefühle: Mit Nicole Kidman in "Australia" (Foto: Fox)

Große Gefühle: Mit Nicole Kidman in "Australia" (Foto: Fox)

Hemmungslos hüllenlos

Besonderer Leckerbissen: Angeblich soll Jackman in dieser Rolle kurz unbekleidet zu sehen sein. Für den einstigen Fan von Nacktbaden ist das jedoch kein Problem. Freizügig und ohne falsche Hemmungen geht Jackman Szenen dieser Art an.

Überhaupt hat er es nicht so mit der Aufregung um seinen oder andere Traumkörper: Ihm komme es auf den Charakter an. Darüber hinaus warte er auf eine Rolle, in der er mal "so richtig fett" sein könne. Die Erfüllung dieses Wunsches bleibt weiblichen Jackman-Fans hoffentlich noch eine Weile erspart!

Peter Koberger / mija, 01.05.2009, 09:00

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