Wasserallergie
Wenn es in Horrorfilmen Duschszenen zu sehen gibt, wartet der Kinofan eigentlich immer auf das hoch erhobene Küchenmesser...
Doch am Set von "The Grudge" erlebte die Crew kein Blutbad im besten Psycho-Stil, sondern die unheimliche Verwandlung einer anmutigen Grazie in ein pickliges Monster. Denn kaum berührten die ersten Wassertropfen die sonst so samtige Haut von Hauptdarstellerin Sarah Michelle Gellar, da bildeten sich dicke rote Pusteln und an ein Weiterdrehen war erst mal nicht mehr zu denken.
"Tja, ich mit 17 japanischen Männern unter der Dusche, das wäre ja eigentlich ganz sexy gewesen", scherzte Gellar später. "Doch daraus wurde nichts, weil ich aussah wie ein Alien."
Weil aber die Szene noch am selben Tag im Kasten sein musste, entschied man sich, Gellar mit einem eng anliegenden Top duschen zu lassen und nur ihren Oberkörper zu zeigen. "Von der Hüfte abwärts haben sie mich in dicke schwarze Mullsäcke eingewickelt, damit das Wasser nicht an meine Haut kam", berichtete die einstige Buffy.
In "The Grudge" (zu deutsch: "Der Groll") spielt Gellar eine Krankenschwester in Tokio, die entdeckt, dass auf dem Haus einer ihrer Patientinnen ein Fluch lastet, seit dort jemand ermordet wurde. Die Wut des Opfers über diese Tat überträgt sich der Legende nach wie ein Virus.
Vorlage war übrigens ein japanischer Erfolgsfilm namens "Ju-on" von Takashi Shimizu, der nun auch beim US-Remake Regie führt. Gellar zeigt sich von seiner Arbeit so beeindruckt, dass sie bereits laut über eine Fortsetzung nachdenkt - obwohl der Film noch nicht einmal seine US-Premiere gefeiert hat:
"Ich hätte große Lust auf ein Sequel. Japanische Horrorfilme sind so ganz anders als amerikanische - weil sie viel weniger zeigen und sich die Angst zum Großteil in der eigenen Fantasie abspielt. Und das ist richtig schlimm!"
Warum Gellar ihre Wasserallergie übrigens erst am Set bemerkte, ist dem Team nach wie vor ein Rätsel. Die Crew berichtet nämlich einstimmig, dass niemandem an ihr unangenehme Gerüche oder sonstige Anzeichen für vernachlässigte Körperpflege aufgefallen seien. Neider vermuten daher, das erfolgsverwöhnte Glamour-Girl habe seit dem Aufenthalt in Japan ausschließlich in Champagner gebadet.
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