Abgesahnt
Am Wochenende wurde in Barcelona der Europäische
Filmpreis 2004 verliehen. Der große Überraschungssieger heißt "Gegen die Wand".
"Gegen die Wand" setzte sich bei der Verleihung des Europäischen Filmpreises gegen die harte Konkurrenz von "Mar Adentro", "Vera Drake" und "La mala educación - Schlechte Erziehung" durch.
Nach "Good Bye, Lenin!" im Vorjahr ging die Trophäe in der Königskategorie damit erneut an eine deutsche Produktion. Fatih Akin wurde zudem mit dem Publikumspreis als bester Regisseur ausgezeichnet.
Auch Daniel Brühl bekam erneut einen Publikumspreis: Diesmal für seine Rolle in "Was nützt die Liebe in Gedanken". Weiblicher Publikumsdarling war Penélope Cruz ("Non ti muovere").
Als bester Darstellerin zeichnete die European Film Academy erwartungsgemäß Imelda Staunton für "Vera Drake" aus, bester Darsteller des Jahres ist Javier Bardem ("Mar Adentro"). Regisseur Alejandro Amenábar wurde zudem als bester Regisseur geehrt.
Schon vorab bekannt war der Dokumentarfilmpreis für "Darwin's Nightmare" von Hubert Sauper. Der Drehbuchpreis ging an Agnés Jaoui und Jean-Pierre Bacri für "Schau mich an!", der Kamerapreis an Eduardo Serra für "Das Mädchen mit dem Perlenohrring". Bruno Coulais wurde für die Filmmusik in "Die Kinder des Monsieur Mathieu" ausgezeichnet. Wong Kar-wai nahm für "2046" die Trophäe für den besten nicht-europäischen Film entgegen.
Unser "blonder Basterd" Diane Kruger eröffnete die 62. Berlinale - und Stars aus der ganzen Welt wollten das sehen.