F. Lukas im Gespräch
Was tun, wenn's im Job nicht läuft? Klar, die Stellung wechseln. Genau das tun Florian Lukas und seine Kollegen in der Tragikomödie "Stellungswechsel": Die Loser gründen kurzerhand einen Eskort-Service für Frauen - mit Orgasmusgarantie!
» Der Film dreht sich um einen Damen-Eskortservice. Was halten Sie von so einer Geschäftsidee?
FLORIAN LUKAS: Es geht in "Stellungswechsel" um Männer, die nicht mehr weiter wissen. Ihre Idee ist vielleicht nicht naheliegend, aber sie kommt aus der Verzweiflung. Und sie ist mutig und außergewöhnlich - damit kommt man manchmal weit. Obwohl es mir wirklich ein Rätsel ist, welche Frauen bei so einer Agentur tatsächlich anrufen würden...
» Frank, Ihre Filmfigur, ist ein "Frauenversteher". Florian Lukas auch?
Frauen verstehe ich bis heute nicht. Und meine Frau Anna findet, dass das Wort sogar ein Schimpfwort ist! Ich glaube nicht, dass Frauen solche Männer wollen - sie wollen eher solche, die so tun, als ob sie was verstehen, jedenfalls manchmal.
In "Good Bye, Lenin!" ließ er mit Daniel Brühl die DDR noch einmal auferstehen (Foto: X-Verleih (Warner))
» Warum haben Sie sich für diese Rolle entschieden?
Ich mochte die Idee, Menschen dabei zu beobachten, wie sie so einen Einfall umsetzen. Das bietet viel Stoff für eine Komödie! Außerdem machen die Männer diesen Job aus einer existenziellen Not heraus - damit hat diese Komödie auch eine gewisse Tragik. Ich mag es, wenn ich Charaktere begleiten und mit ihnen lachen kann. Die Rollen sollten mir und dem Zuschauer eine neue Welt eröffnen, unterhaltsam sein, Humor oder zumindest ein Augenzwinkern haben.
» "Stellungswechsel" hat viel davon. Gab es lustige Szenen bei den Dreharbeiten?
An so eine Frage denke ich fortwährend am Set. Am Ende fällt mir leider nie etwas ein.
Unser "blonder Basterd" Diane Kruger eröffnete die 62. Berlinale - und Stars aus der ganzen Welt wollten das sehen.