Schlachtfest
Wenn einer eine Reise tut ... Comic-Meister Frank Miller war in Griechenland und brachte eine frische Schlachtplatte mit.
Augen machen: Ungefähr diesen Gesichtsausdruck haben Frank Millers Fans, wenn der Meister seine Kinobilder zaubert ... (Foto: Kurt Krieger)
Die farbreduzierte Sünde in "Sin City", die lüsterne Bosheit von Samuel L. Jackson und Scarlett Johansson in "The Spirit" und die genüßlich zelebrierte Gewalt der "300" Spartaner - nicht nur Comicfans sind von der abgefahrenen Bildsprache Frank Millers hingerissen. Gerade "300", inszeniert von "Watchmen"-Macher Zack Snyder sorgte für Furore und machte weltweit 456 Millionen Doller allein an den Kinokassen.
Gerade die Griechen und ihre mit verlorenen und gewonnen Schlachten reiche Geschichte beflügeln Frank Millers Fantasie. Mit dem Erfolg von "300" im Rücken, dem Wind der Ägäis in der Nase und griechischem Wein im Blut hat der Mann vor Ort ausgiebig recherchiert und bringt nun eine Fortsetzung auf den Weg.
Das Projekt heißt "Xerxes" und die Geschichte beginnt 10 Jahre vor den Ereignissen in "300". Genaueres verrät Frank Miller selbst: "Es ist die Schlacht von Marathon durch meine Augen betrachtet. In Griechenland kannst Du historische Fakten und die Mythologie nicht voneinander trennen. Wenn man mal in der Ägäis segeln war, beginnt man selbst an Poseidon zu glauben." Was immer Frank Miller da aus den Wassern emporsteigen sieht - es wird bestimmt spektakuläre Bilder auf der Leinwand zeitigen. Dafür sorgt dann schon Zack Snyder, denn der hat sein Interesse an der Regie bereits signalisiert. Stand der Dinge: Miller hat die Geschichte fertig geschrieben und beginnt nun damit, das Artwork anzufertigen.
Drama über die Rettungsaktion dreier Grauwale 1988, die eine Zusammenarbeit der Supermächte USA und UdSSR erforderte.