Star Wars-Sünden
Für gutes Entertainment im Weltall muss man Opfer bringen. Zum Beispiel sämtliche Regeln der Physik über Bord werfen …
Jetzt ist es amtlich: "Krieg der Sterne" hat mit der Realität wenig zu tun. Zu diesem, jedenfalls für die Befürworter einer Jedi-Religion enttäuschenden Ergebnis kommen die Sc-Fi-Fans von "io9". Sie haben 18 Filme anhand elf physikalischer Regeln überprüft.
"Geräusche im All" ist die Todsünde Nummer eins. Gibt's nicht, und doch kreischen Triebwerke und zischen Laser, was die Soundanlage im Kino hergibt. In dieser Kategorie fallen von "Contact" über "Mission to Mars" bis zu "Space Cowboys" die meisten Filme durch. Zu den Ausnahmen gehört "2001 - Odyssee im Weltraum", aber bei dieser Sci-Fi-Legende wurde dafür in einer anderen Kategorie daneben gelangt.
Bei Null-Gravitation bewegt man sich nämlich keineswegs im Zeitlupentempo. Kino-Astronauten tun es trotzdem meist, und diesen Fehler machte auch Stanley Kubrick in seinem Meisterwerk. Flammen im All sind der zweithäufigste Verstoß gegen die Physik. Auch ohne Sauerstoff lodert es prächtig in der Science Fiction, beispielsweise in "Armageddon" oder in James Bonds Moonraker-Mission. Auf allen Planeten herrscht grundsätzlich dieselbe Schwerkraft und zwar die, die unsere Astrohelden von zuhause kennen. So kann sich Sigourney Weaver fern der Erde natürlich besser aufs "Alien" konzentrieren und Kurt Russell entspannt durchs "Stargate" schreiten.
Unter den 18 durchgecheckten Filmen finden sich nur zwei, die sich akkurat an die Naturgesetze halten: "Apollo 13" mit Tom Hanks und der Sci-Fi-Thriller "Der Stoff, aus dem die Helden sind". Das Schlusslicht im Physiktest bildet erwartungsgemäß die "Krieg der Sterne"-Reihe. Na und? Wenn die im Western nie nachladen müssen, darf man im All auch mal ein Feuerchen machen ...
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