Internet-Junkie
"Ego-Googeln" nennt man das etwas narzisstische Hobby, das Internet nach Berichten über die eigene Person zu durchforsten. Da viele Hollywood-Stars einen Hang zur Selbstverliebtheit haben, ist diese Form der Nabelschau auch in Promikreisen weit verbreitet - auch, wenn es viele natürlich nie zugeben würden.
Hat sein Lächeln trotz mieser Kritiken nicht verloren: Colin Farrell (Foto: Kurt Krieger)
Colin Farrell ist da weniger zurückhaltend. "Ich schäme mich zwar, aber ich muss gestehen, dass ich meinen Namen im Internet gesucht habe, als mir neulich etwas langweilig war", erzählt der irische Schauspieler. "Ach, wem mache ich eigentlich was vor? Ich google mich dauernd!"
Die Suchmaschine findet derzeit über 3,6 Millionen Homepages, die den Namen "Colin Farrell" erwähnen. Aber nicht alle Berichte über den 31-Jährigen sind positiv. Insbesondere seine Rolle als makedonischer Eroberer "Alexander" in Oliver Stones gleichnamigem Historienfilm brachte Farrell 2004 eine Menge Kritikerschelte ein.
Doch gerade die interessieren den Internet-Junkie. "Ich lese jede Filmkritik zu 'Alexander', die mir in die Hände fällt", räumt Colin ein. "80 bis 90 Prozent davon sind negativ. Manche sind sogar persönlich beleidigend. Trotzdem lese ich sie alle. Ich habe sogar angefangen, selbst in Gedanken welche zu schreiben."
Vielleicht hat der Ärmste ja mit seinem neuen Film mehr Glück. Am 15. Mai startet die Krimikomödie "Brügge sehen... und sterben?" in den Kinos und der erste Trailer sieht sehr vielversprechend aus. Die Chancen stehen also gut, dass die Feuilletonisten dieses Mal gnädig sind mit der empfindsamen Künstlerseele.
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