Regisseur McG im Gespräch
McG ist ein Filmverrückter und nach "Terminator - Judgement Day" stand sein Berufswunsch fest: Regisseur. Hat geklappt. Zum Beispiel mit "Drei Engel für Charlie". Jetzt bringt der Mann, der eigentlich Jospeh McGinty Nichol heißt, "Terminator - die Erlösung" mit Christian Bale auf die Leinwand ...
"Eigentlich bin ich zu alt für ein Hiphopper-Pseudonym." Regisseur McG heißt eigentlich Joseph McGinty Nichol (Foto: Kurt Krieger)
» Wenn jemand sagt: Ein Terminator-Film ohne Arnold Schwarzenegger kann nicht funktionieren, was antworten Sie ihm?
McG: Ich widerspreche. Arnold Schwarzenegger ist der "T-800". "Terminator - Die Erlösung" erzählt die Vorgeschichte seiner Entwicklung. Schwarzeneggers Rolle kommt vor und nach unserer Story zum Tragen, aber seine Präsenz fühlen Sie in jeder Sekunde des Filmes. Schließlich bin ich einer seiner größten Fans. Aber am Ende ist es wichtiger, das Terminator-Thema "Mensch gegen Maschine" durchzuhalten als die Abwesenheit eines Schauspielers zu beweinen.
» Sie geizen nicht mit Zitaten aus den vorangegangenen Teilen der Serie. Beispielsweise konnten auch Sie nicht widerstehen, einen Truck gründlich zu demolieren ...
Stimmt, in jedem Teil gibt es einen mächtigen Truck-Crash. Aber die Hommage gilt eher "Mad Max" oder "Der Mann der niemals aufgibt" mit Clint Eastwood. Du musst von A nach B kommen, um zu überleben und dazu brauchst Du das richtige Vehikel - am besten einen Streitwagen. Aber auch "Die Klapperschlange" ist eine echte Inspiration.
Es ist wichtiger, das Thema "Mensch gegen Maschine" durchzuhalten als Arnold Schwarzeneggers Abwesenheit zu beweinen" (Foto: Sony Pictures)
» Regisseure geben normalerweise nicht gerne zu, wenn sie von Kollegenarbeit inspiriert werden. Sie sind da recht offen ...
... und ich bin sehr entspannt dabei. "Terminator - Die Erlösung" entspricht von der ersten bis zur letzten Minute meiner Vision, meinem Stil. Deshalb habe ich auch kein Problem zuzugeben, dass es Einflüsse großer Kollegen gibt, ob nun aus dem Werk Alfred Hitchcocks ist oder aus "Mad Max". Jeder kann wissen, wovon und von wem ich ein Fan bin.
» Welchen Teil der Serie mögen Sie am liebsten?
"Terminator 2 - Tag der Abrechnung". Wegen dieses Films wollte ich unbedingt Regisseur werden. Er war so einzigartig, so gut gemacht.
» In den ersten Szenen, die man bisher sehen konnte, fallen häufig die Namen und Sarah Connor und Kyle Reese. Wie haben Sie die beiden denn untergebracht? Mit Gastauftritten von Linda Hamilton und Michael Biehn ist ja kaum zu rechnen ...
Seien Sie sich da mal nicht zu sicher. Linda Hamilton war der erste echte weibliche Actionstar und sie war es in "Terminator"-Filmen. Linda und die Figur der Sarah Connor spielen eine gewaltige Rolle in unserem Film. Lassen wir es dabei bewenden.
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