Deutscher Terror
Und täglich grüßt der Terrorismus: Bombenanschläge und Entführungen dominieren die Nachrichten.
Terrorismus ist bei weitem nicht nur ein verzweifeltes Mittel islamistischer Gruppen gegen die zweifelhafte Außenpolitik der USA, sondern auch Teil der deutschen Geschichte. Produzent Bernd Eichinger plant jetzt die Verfilmung der Widerstandsaktionen der deutschen Rote Armee Fraktion (RAF).
Vorlage des historischen Films ist der Tatsachenroman "Der Baader-Meinhof-Komplex" von Stefan Aust. Der "Spiegel"-Chefredakteur kannte die Mitglieder der linksextremistischen Gruppe persönlich und soll bei der Enstehung des Drehbuchs höchstselbst Hand anlegen und bei dem Prestigeprojekt mit Rat und Tat zur Seite stehen.
Der Roman behandelt die Aktivitäten der RAF von der Entstehung bis zur Schleyer-Entführung. In den politisch-gesellschaftlich brisanten 1960er-Jahren bildet sich die kommunistisch gesinnte "Baader-Meinhof-Gruppe".
Nach zunächst friedlichen Studentenprotesten wird die Gruppe um Andreas Baader, Gudrun Ensslin und die Journalistin Ulrike Meinhof immer radikaler und entscheidet sich, mit Waffengewalt gegen den US-Imperialismus vorzugehen. 1977 gipfelt die Spirale der Gewalt schließlich in der Ermordung des Arbeitgeberpräsidenten Hans-Martin Schleyer.
Seit Kurzem ist das Thema wieder brandaktuell: Der Ex-RAF-Terrorist Christian Klar, der seit 18 Jahren im Gefängnis sitzt, hat ein Gnadengesuch an den deutschen Bundespräsidenten gerichtet - Gegenstand erhitzter Diskussionen in Politik und Gesellschaft.
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