Argentiniens Kritiker
Er hält seinem Heimatland Argentinien den filmischen Spiegel vor.
Der Goldene Ehrenbär der Filmfestspiele in Berlin geht dieses Jahr an den argentinischen Filmemacher Fernando E. Solanas. Er wird die Auszeichnung für sein Lebenswerk am 10. Februar im Kino International überreicht bekommen, vor einer Vorführung seines Dokumentarfilms "Memoria del saqueo" (Geschichte einer Plünderung), der sich mit den jüngsten Folgen von neoliberaler Politik und Globalisierung in Argentinien beschäftigt.
Solanas betrachtet seit über 30 Jahren sein Heimatland und setzt sich in seinen Filmen kritisch mit dessen politischer und sozialer Realität auseinander. Sein "Los Hijos de Fierro" wurde in Argentinien verboten, in den siebziger Jahren ging der Regisseur wegen Repressionen der Militärdiktatur ins Exil nach Paris.
Zu seinen bekanntesten Werken gehören" Sur - Süden"(1988) und "El Viaje - Die Reise". Berlinale-Leiter Dieter Kosslick sagt er freue sich, "diesen großartigen und mutigen Regisseur mit einem Goldenen Ehrenbären auszuzeichnen".
Jeden Monat die schönsten Seiten des Kinos: Deutschlands größte Kinozeitschrift Treffpunkt Kino liegt kostenlos in den Foyers der größten Kinoketten und vielen weiteren Kinos aus. Diesen Monat gibt's Treffpunkt Kino auch online.