Keine Lust
"Nicht, dass an Superman etwas falsch gewesen wäre, aber mein Ding war es nicht."
Clint Eastwood mit Bondgirl im Arm oder rotem Cape um den Hals? Schwer vorstellbar. Dies dachte sich Eastwood wohl auch selbst, als man ihm vor langer Zeit James Bond oder Superman antrug. Beide Rollen lehnte der "Gran Torino"-Meister rundweg ab. "Man bot mir wirklich sehr gutes Geld für James Bond", erklärt der Star jetzt in einem Interview mit dem "Daily Telegraph". "Für mich fühlte sich diese Rolle aber so gar nicht richtig an." Sean Connery verließ die Bond-Reihe in den 70er Jahren. Als Clint Eastwood nicht für ihn übernehmen wollte, bekam Roger Moore den Part.
Doch Clint Eastwood wollte nicht nur kein Bond sein, sondern hatte auch mit Comic-Helden nichts am Hut. Und so erteilte er den Bossen von Warner, die Eastwood auf ihrer Wunschliste ganz oben stehen hatten, ebenfalls eine Abfuhr: "Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie Frank Wells (ehemaliger Warner-Präsident) zu mir kam und mich fragte, ob ich nicht Superman werden will. Das war zu dem Zeitpunkt, als sie den ersten Film machen wollten. Ich sagte: 'Na ja. Das ist wohl nichts für mich'. Nicht, dass an Superman etwas falsch gewesen wäre, aber mein Ding war es nicht."
Welche Richtung Clint Eastwood schließlich einschlug ist bekannt: Der einstige "Dirty Harry" heimste einige Jahre später seinen ersten Oscar für "Erbarmungslos" ein und ist mit Filmen wie "Brücken am Fluß", "Million Dollar Baby" oder "Gran Torino" schon heute eine Legende.
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