Diana Amft über "Doctor's Diary"
Goldene Nymphe für Diana Amft als Gretchen Haase in "Doctor's Diary". Beim TV-Festival in Monte Carlo spricht die Schauspielerin über ihren Erfolg und die neue Staffel.
Steht seit sechs Wochen für die dritte Staffel von "Doctor's Diary" vor der Kamera: Diana Amft in Monte Carlo
Bei der Preisverleihung in Monte Carlo haben Sie in Ihrer Dankesrede Prinz Albert II von Ihrem Vater gegrüßt. Gab's dafür ein Lob vom Papa?
DIANA AMFT: Es war tatsächlich so, das mein Vater mir ein paar Stunden vor Abflug gesagt hat: "Bestell' dem Prinzen mal liebe Grüße", und ich meinte "Na klar". Und da ich immer aus dem Bauch rede und alles so sage, wie's mir in dem Moment einfällt, ist es dazu gekommen. Er selbst hat es super gefunden, als ich es ihm erzählt habe.
Sind internationale Auszeichnungen wie die Goldene Nymphe wichtig? Ich denke schon, dass Preise wie jetzt in Monte Carlo vor allem in der Branche eine große Aufmerksamkeit erzeugen.
"Doctor's Diary" geht in die dritte Staffel. Wie weit sind die Dreharbeiten? Wir drehen seit April, sind jetzt also in der sechsten Woche. Das hört sich so schwanger an, trifft es aber ganz gut, weil man mit einem Projekt wie "Doctor's Diary" auch irgendwie schwanger ist.
Haben Sie die Möglichkeit, als Schauspielerin Einfluss auf die Rolle zu nehmen? Das ist nicht wirklich notwendig. Bora Dagtekin ist ein sehr flexibler Autor, der auch noch optimiert, während wir schon drehen. Entdeckt er bei jemandem persönliche Eigenarten, die auch für die Figur genutzt werden könnten, baut er diese ein. Bei der Leseprobe für die dritte Staffel hatten wir das Gefühl, wir sprechen eine Sprache.
Was reizt Sie als Schauspielerin an der Figur Gretchen Haase? Dass sie komödiantisch sein darf! Und dabei bis an die Grenze geht, das aber gleich wieder brechen kann mit ganz emotionalen Szenen. Außerdem gefällt mir an den Büchern, dass manche Szenen wie ein Kammerspiel geschrieben sind.
Ist es ein großer Unterschied, ob man fürs Fernsehen oder fürs Kino arbeitet? Nein. "Doctor's Diary" gönnt sich Kinoqualität. Es gibt sicher Kinoprojekte, die ich zugunsten von "Doctor's Diary" ausschlagen würde.
Wie bereiten Sie sich auf die Rolle vor? Gretchen kenne ich mittlerweile ganz gut. Ich beschäftige mich intensiv mit den Büchern, überlege mir, ob man das auch herstellen kann, was da steht. Das Schöne ist: Ich muss nicht von außen an die Rolle rangehen. Ich versuche, im Vorfeld die Situation zu verinnerlichen, wie ernst Gretchen das in dem Moment ist, der Rest ist dann vor allem Textbeherrschung und sich aufs Spiel einzulassen.
Wie wichtig ist Ihnen der internationale Erfolg der Serie?
Ich freue mich darüber und habe auch schon ein Rollenangebot aus Spanien erhalten.
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