Will Smith im Gespräch
Mit "I, Robot" wagt Will Smith einen Imagewechsel. Dafür hat er auch übersinnliche Gründe.
Meine Blockbuster-Rollen waren nur Variationen meines "Fresh Prince". Das ist dieser jungenhafte Charmeur, den ich für meine Fernsehserie und Rapsongs geschaffen habe. Damit ist jetzt Schluss. Spooner aus "I, Robot" ist eine traumatisierte Person. So eine Figur war eine völlig neue Herausforderung für mich.
Ich habe mir einfach Unterstützung geholt. Stunden lang saß ich mit Schauspiellehrern und Psychologen zusammen, um diesen Charakter zu studieren und zu verstehen: Wie ist er aufgewachsen? Was isst er? Wie sieht sein Liebesleben aus?
Es stimmt schon: In Hollywood denkt man in der Regel erst mal an die Effekte und an zweiter Stelle an die Personen. Aber bei "I, Robot" sind wir anders vorgegangen. Autor Akiva Goldsman und Regisseur Alex Proyas haben am Anfang alle Actionszenen aus dem Drehbuch genommen. Zusammen haben wir uns nur mit der emotionalen Entwicklung der Figuren beschäftigt. Erst als hier alles gepasst hat, haben wir die Effektsequenzen wieder zurückgetan.
"I, Robot" ist also ein Film, der beides bietet: überzeugende Charaktere und aufregende Bilder. Noch ist so etwas die Ausnahme, aber ich bin sicher, dass wir damit einen Trend auslösen.
Das sagt mir meine Intuition.
Logik greift zu kurz. Ich habe gerade "Das Tao der Physik" von Fritjof Capra gelesen - ein überwältigendes Buch. Es zeigt, dass die östlichen Mystiker und die subatomare Physik zu den gleichen Antworten kommen.
Darin geht es ja auch in "I, Robot": Unsere logischen Gesetze können die Welt nicht mehr erklären. Das einzige, was zählt, ist der Weg, das Tao. Und wenn du fühlst, was im Tao gerade angesagt ist, dann bist du erfolgreich. Du musst nur auf diesen Trend aufspringen und ihn reiten.
Unser "blonder Basterd" Diane Kruger eröffnete die 62. Berlinale - und Stars aus der ganzen Welt wollten das sehen.