Hauptdarsteller Leonardo DiCaprio und Regisseur Ridley Scott erklären den Unterschied zwischen "Der Mann, der niemals lebte" und "James Bond".... http://images.kino.de/newspics/308/264308_1/b150x150.jpg "Dieser Agent ist schmutzig"

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DiCaprio und Scott im Gespräch

"Dieser Agent ist schmutzig"

Actionreich und brutal realistisch erzählt Ridley Scott in seinem virtuos inszenierten Politthriller "Der Mann, der niemals lebte" von Spionage, Vetrauen und einem tödlichen Katz- und Maus-Spiel.

Großansicht Leonardo DiCaprio und Ridley Scott setzen sich in "Der Mann, der niemals lebte" mit brandaktuellen Themen auseinander (Foto: Kurt Krieger)

Leonardo DiCaprio und Ridley Scott setzen sich in "Der Mann, der niemals lebte" mit brandaktuellen Themen auseinander (Foto: Kurt Krieger)

» Mr. Scott, warum haben Sie einen Film über so ein brisantes Thema wie Terroranschläge und CIA-Spionage gedreht?

RIDLEY SCOTT: Es gab noch keinen guten Film über dieses Thema. Ich habe die Buchvorlage bereits vor etwa 19 Monaten als Manuskript erhalten. Der Roman basiert auf fundierten Informationen. Der Autor David Ignatius ist ein großartiger Journalist. Er ist Korrespondent der "Washington Post" und seine Leidenschaft ist der Mittlere Osten.

» Denken Sie nicht, dass die Menschen genug von den schrecklichen Bildern haben, die sie jeden Tag in den Nachrichten sehen?

SCOTT: Doch. Aber in "Der Mann, der niemals lebte" geht es mehr um eine emotionale Reise. Außerdem liegt der Schwerpunkt auf der ungewöhnlichen Art der Spionage. Man kann das mit zwei Schlagwörtern zusammenfassen: Die Hauptfigur wird verführt und betrogen. Darüber hinaus geht es um einen Feind, der nicht zu besiegen ist. Auch wenn man kriegsmüde ist, wird man das verstehen. Außerdem kann man seinen Kopf ja nicht in den Sand stecken. Man muss sich all dem stellen.

Großansicht Russell Crowe trifft im fernen Amerika Entscheidungen, die DiCaprio als CIA-Spitzel vor Ort in Jordanien umsetzen muss (Foto: Warner)

Russell Crowe trifft im fernen Amerika Entscheidungen, die DiCaprio als CIA-Spitzel vor Ort in Jordanien umsetzen muss (Foto: Warner)

» Mister DiCaprio, wie haben Sie sich auf die Rolle als Agent vorbereitet? Haben Sie echte CIA-Mitarbeiter getroffen?

LEONARDO DICAPRIO: Ich habe tatsächlich einige CIA-Agenten getroffen, sogar den Verantwortlichen für die USA. Aber meine wichtigste Informationsquelle war David Ignatius, der die Buchvorlage geschrieben hat. Er hat selbst wie ein CIA-Agent gehandelt, um für das Buch zu recherchieren. Der Film ist sehr unterhaltsam, denn er basiert auf dem, was wir über die Aktivitäten der CIA im Mittleren Osten wissen. Trotzdem liegt natürlich vieles im Dunklen, denn die CIA könnte nicht arbeiten, wenn wir alles über sie wüssten. Aber wir haben so viele Infos gesammelt, wie irgendwie möglich war.

» Was ist der Unterschied zwischen Ihrer Figur, Roger Ferris, und anderen berühmten Kino-Agenten wie James Bond oder Jason Bourne?

DICAPRIO: Er ist menschlicher. Roger ist, salopp gesagt, realistischer als die anderen beiden - ohne respektlos sein zu wollen. Die anderen beiden sind großartig. Aber Ferris ist pragmatischer und schmutziger. Er färbt seine Haare schwarz, spricht arabisch und passt sich wie ein Chamäleon seiner Umwelt an. Er ist eben kein Superheld.

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