Keanu Reeves, Matt Damon, Jude Law, Tim Burton, Wolfgang Petersen, Bryan Singer: Ein Blick auf die Personalhistorie des nächsten "Superman"-Films.... http://images.kino.de/newspics/947/157947_1/b150x150.jpg Die Superman-Saga

Story

Unendliche Geschichte

Die Superman-Saga

Vor 16 Jahren rettete Christopher Reeve das letzte Mal als Superman die Welt. Trotz täglich neuer Gerüchte sieht es derzeit ganz danach aus, als ob es bis zum Comeback des Helden im rot-blauen Turnanzug noch ein Weilchen dauern wird.

Großansicht Superman: Der stählerne Blitz allein gegen den Rest der Welt (Foto: Warner)

Superman: Der stählerne Blitz allein gegen den Rest der Welt (Foto: Warner)

Es war einmal ein Mann namens Tim Burton, der auszog um der Comicfigur Superman neues Leben einzuhauchen. Dem Regisseur schwebte 1998 ein Clark Kent im gesellschaftlichen Abseits vor. Doch anstatt Superman in einen Antihelden zu verwandeln, schickte Burton Mark Wahlberg auf den "Planet der Affen".

Daraufhin übernahm Oliver Stone das "Superman"-Projekt, hatte allerdings eher eine Art "Matrix"-Spektakel vor Augen. Nicolas Cage sollte dafür in das Kostüm mit dem roten "S" auf gelbem Grund schlüpfen.

Der nächste Regisseur, der sich für die amerikanische Heldenfigur interessierte, war Wolfgang Petersen. Der Blockbuster-Spezialist plante einen Kampf der Giganten: "Batman vs. Superman":

Großansicht Wird Bryan Singer der neue Superman-Regisseur? (Foto: Fox)

Wird Bryan Singer der neue Superman-Regisseur? (Foto: Fox)

Prügel - ganz ohne Superkräfte

"Die beiden sind wie zwei Seiten einer Medaille. Weil sie mit Problemen auf völlig unterschiedliche Weise umgehen, geraten sie immer wieder aneinander. Da sie aber beide das Verbrechen bekämpfen, verbünden sie sich schließlich."

Doch dann drehte Wolfgang Petersen eine andere Heldensaga. Für das Epos "Troja" ließ der Regisseur "Superman" sausen.

J.J. Abrams, der Autor der TV-Serie "Alias", verfasste ein neues Drehbuch, allerdings ohne Batman. Zuerst war McG als Regisseur für den neuesten Superman im Gespräch, doch dann fiel das Los auf Brett Ratner. Der Filmemacher kam jedoch nicht mit Produzent Jon Peters klar. Die beiden sollen sich so heftig in die Haare gekriegt haben, dass jemand die Streithähne trennen musste.

Großansicht Nicolas Cage galt zuerst als Favorit, doch dann fand man ihn "zu alt" (Foto: Columbia TriStar)

Nicolas Cage galt zuerst als Favorit, doch dann fand man ihn "zu alt" (Foto: Columbia TriStar)

200 Millionen? Lächerlich!

Schließlich verließ Brett Ratner das Projekt und McG übernahm die Regie. Eine Lösung, die sich ebenfalls nicht bewährte: Vor einigen Tagen hat auch McG gekündigt.

Der Regisseur hatte zu hohe Anforderungen an das Budget, 200 Millionen Dollar waren ihm einfach zu wenig. Außerdem wollte McG in New York drehen, während man bei Warner Bros. den Standort Australien bevorzugt. Will man den nun kursierenden Gerüchten glauben, könnte Michael Bay oder auch Bryan Singer seinen Platz einnehmen.

Großansicht Kandidat Josh Hartnett sorgte schon als "Hollywood Cop" für Recht und Ordnung (Foto: Columbia TriStar)

Kandidat Josh Hartnett sorgte schon als "Hollywood Cop" für Recht und Ordnung (Foto: Columbia TriStar)

Der Fluch des Stählernen

Doch nicht nur ein Regisseur muss gefunden werden, sondern auch ein Hauptdarsteller. Die Liste der bisherigen Kandidaten ist lang: Auf Nicolas Cage folgten unter anderem Keanu Reeves, Matt Damon, Jude Law, Brendan Fraser, Josh Hartnett und Ashton Kutcher.

Ein Kandidat nach dem anderen schlug das Angebot aus. Jude Law wollte sich nicht von Anfang an für weitere Fortsetzungen verpflichten. Der Schauspieler befürchtete, für immer auf das Image des Superhelden festgelegt zu werden.

Josh Hartnett lehnte die Superman-Rolle insgesamt vier Mal ab. Er "will bei den ganzen Spezialeffekten nicht zum Statisten degradiert werden". Ashton Kutcher glaubt gar, dass der Film "irgendwie verflucht" ist. Hoffentlich irrt er sich.

Birgit Paintner, Los Angeles, 14.07.2004, 16:08

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