Hohes Ziel
Die höchste Auszeichnung, die Hollywood zu vergeben hat, lässt wohl kaum einen Schauspieler kalt.
So hat sich James-Bond-Neuling Daniel Craig fest vorgenommen, den Goldjungen früher oder später selbst in Händen zu halten. Dass er dieses Ziel mit seiner Rolle als 007 eher nicht erreichen wird, ist ihm bewusst. So hatte Craig sich schon bevor er für "Casino Royale" unterschrieben hat, darum gekümmert, dass er neben James Bond noch viele verschiedene Rollen spielen kann. Er fragte einflussreiche Filmemacher, ob sie trotz seiner Verpflichtung als 007 weiterhin mit ihm arbeiten würden. Er bekam ein "Ja" und holte sich die Lizenz zum Töten ab.
Obwohl sich Craig, der mittlerweile für zwei weitere Geheimagentenfilme unterschrieben hat, ganz beruhigt zurücklehnen könnte, will er weiter an der Chance für einen Goldjungen arbeiten. "Für einen ambitionierten Schauspieler muss der Oscar das höchste Ziel sein", ist sich der 38-Jährige sicher.
Seit der Engländer die Lizenz zum Töten von Pierce Brosnan übernahm, sieht er sich bösen Anfeindungen und herber Kritik der James-Bond-Fans ausgesetzt. Obwohl noch keiner von ihnen den Film zu sehen bekam.
Craig ärgern diese Äußerungen im Internet. "Ich würde auf diesen Mist gerne antworten", so Craig. "Man kann es nicht allen recht machen, aber ich bin mir sicher, der Film bietet genug, um jeden Bond-Fan zu unterhalten." Craig zeigt sich zudem bescheiden und räumt ein, dass er wohl nicht der hübscheste Bond-Darsteller sei.
Dass es für Craig aber ein Leben nach Bond gibt, beweist der Schauspieler bereits. Mit Nicole Kidman steht er derzeit für "The Golden Compass" vor der Kamera und wird neben Ewan McGregor bald als Luzifer zu sehen sein. Bei all diesem Einsatz klappt es vielleicht am Ende auch noch mit dem Oscar.
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