Erstmals seit 11 Jahren läuft wieder ein deutscher Beitrag im Wettbewerb von Cannes: "Die fetten Jahre sind vorbei" mit Daniel Brühl.... http://images.kino.de/newspics/004/153004_1/b150x150.jpg Daniel Brühl darf auf Goldene Palme hoffen
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Cannes-Sensation

Daniel Brühl darf auf Goldene Palme hoffen

Elf lange Jahre lief das größte europäische Filmfestival am deutschen Film vorbei, sonnten sich vordringlich Hollywood-Stars neben Mimen und Regisseuren aus den traditionell starken Filmnationen unter den begehrten Goldenen Palmen der Côte d'Azur. Doch nun darf sich Deutschlands heißester Filmexport am exklusiven Wettstreit beteiligen.

Großansicht Exportschlager an der Côte d'Azur: Daniel Brühl (Foto: Guiseppe Gnoni)

Exportschlager an der Côte d'Azur: Daniel Brühl (Foto: Guiseppe Gnoni)

Denn Daniel Brühl, seit "Good Bye, Lenin!" die große Hoffnung des deutschen Films, fährt mit "Die fetten Jahre sind vorbei" zum 57. Festival de Cannes. Der neue Film von Hans Weingartner mit dem ursprünglichen Arbeitstitel "Jan Jule Peter" ist seit Wim Wenders' "In weiter Ferne so nah" von 1993 der erste deutsche Beitrag, der im offiziellen Wettbewerb um die Goldene Palme läuft.

Weingartner und Brühl hatten schon für das von der Kritik gefeierte Drama "Das weisse Rauschen" um einen an Paranoia erkrankten Drogenkonsumenten zusammengearbeitet. "Die fetten Jahre sind vorbei" erzählt nun von drei umstürzlerischen Außenseitern der Gesellschaft, die nicht nur meckern, sondern auch handeln. Allerdings sind die Methoden der drei Revoluzzer nicht ganz im Einklang mit den Gesetzen: Ihr Motto "Einen treffen, hundert erziehen!" führt unweigerlich in die Katastrophe.

Daniel Brühl spielt dabei den schweigsamen Denker Jan, Stipe Erceg mimt seinen besten Kumpel und Vaterersatz Peter. Julia Jentsch ist als Peters engagierte Freundin Jule zu sehen.

Petersen bringt "Troja" nach Cannes

Unter den 18 Filmen im offiziellen Wettbewerb befindet sich "Die fetten Jahre sind vorbei" in illustrer Gesellschaft. Die Coen-Brüder schicken ihr Remake des Alec-Guinness-Klassikers "Ladykillers" mit Tom Hanks ins Rennen, überraschend ist auch das CGI-Spektakel "Shrek 2" aus dem Hause Dreamworks dabei. Lautsprecher Michael Moore zeigt seine neue Doku "Fahrenheit 911" über die Hintergründe der Anschläge vom 11. September 2001.

Grund zur Freude auch für den deutschen Regie-Star Wolfgang Petersen: Sein starbesetztes Sandalenepos "Troja" läuft außerhalb des Wettbewerbs und steht damit auf einer Stufe mit Tarantinos "Kill Bill 2", der an der Croisette ebenfalls außer Konkurrenz gezeigt wird.

Boris Sunjic, Cannes, 21.04.2004, 18:30
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