Charme, Bescheidenheit und politisches Engagement - Alles, wofür seine Fans George Clooney lieben, hat dieser in eine geniale Oscar-Prognose verpackt... http://images.kino.de/newspics/927/249927_1/b150x150.jpg Clooney nennt sich Hilary Clinton

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Oscar-Vorhersage

Clooney nennt sich Hilary Clinton

Die Nacht der Nächte steht vor der Tür und ganz Hollywood giert nach den Goldjungs. Doch einer zeigt sich stattdessen bescheiden und nutzt seine Nominierung lieber für einen gewitzten politischen Seitenhieb.

Großansicht Donnerwetter, was diesem hübschen Mund so alles entfleucht! (Foto: Kurt Krieger)

Donnerwetter, was diesem hübschen Mund so alles entfleucht! (Foto: Kurt Krieger)

So etwas kann nur George Clooney. Der charmante Superstar ist für seinen Auftritt als gerissener Anwalt im Gerichts-Thriller "Michael Clayton" oscar-nominiert. Seine Siegchancen sind allerdings minimal, denn laut Filmkritikern und Buchmachern kann Konkurrent Daniel Day-Lewis schon mal seine Siegerrede üben: Der Ausnahme-Mime ist für seinen schockierend gewissenlosen Öl-Baron im wuchtigen Drama "There Will Be Blood" der absolute Favorit für den Goldjungen als Bester Hauptdarsteller. Clooney bläst aber deswegen nicht etwa Trübsal, sondern nutzt seine wahrscheinliche Niederlage um den Mann zu unterstützen, den er gerne im Weißen Haus sehen würde: Barack Obama.

"Ich fühle mich wie Hilary Clinton", sagt Clooney spitzbübisch. "Wenn Obama nicht wäre, hätte sie sicher gute Chancen. Bei mir ist es ähnlich. Daniel Day-Lewis hat meiner Meinung nach einfach die beste Leistung des Jahres abgeliefert."

Spannung im Weißen Haus, Langeweile im Kodak Theatre?

Clooney ist für sein leidenschaftliches politisches Engagement bekannt. Er kritisiert seit Jahren die Bush-Regierung aufs Härteste, setzt sich für die Krisenregion Darfur ein und steht im Meinungsspektrum weit links. Daher hält er es mit der Partei der Demokraten und würde den fortschrittlicheren Obama deutlich lieber als deren Präsidentschaftskandidaten sehen als Hilary Clinton. Die beiden liefern sich in den Vorwahlen seit Monaten ein Kopf-an-Kopf-Rennen, zuletzt konnte Obama aber einen Vorsprung herausarbeiten.

Das Rennen um die Oscars ist dagegen schon entschieden, denn die Stimmzettel der wahlberechtigten Academy-Mitglieder sind längst ausgezählt. Die Ergebnisse werden in der Nacht zum Montag ab 2:30 Uhr deutscher Zeit bekannt gegeben. Die Oscar-Verleihung im Kodak Theatre ist dann der absolute Höhepunkt im Kalender der Traumfabrik, die in der pompösen Galanacht ihre Stars, ihre Filme und vor allem sich selbst feiert.

sun, Los Angeles, 22.02.2008, 17:10

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