Mutig
Der Schauspieler reiht sich in die Riege von Hollywoodstars wie Tim Robbins oder Angelina Jolie ein. Auch er will seinen Bekanntheitsgrad nutzen, um auf soziale und politische Ungerechtigkeiten aufmerksam zu machen.
Frauenschwarm und Scherzkeks George Clooney arbeitet weiter fleißig an seinem neuen Image. Nach politischen Filmen und Aktionen ergreift er jetzt selbst die Initiative und ist gerade mit seinem Vater Nick in den Sudan gereist. In der Region Dafour herrscht seit 2003 ein blutiger Bürgerkrieg zwischen den lokalen afrikanischen Stämmen und der arabisch dominierten Zentralregierung. "Wir wollten herausfinden, was da drüben los ist", so Journalist Nick Clooney. "George und ich waren sehr betroffen über 250.000 Tote und zwei Millionen Flüchtlinge. Niemand scheint etwas dagegen zu unternehmen."
George Clooney und der mitgereiste Kameramann Mike Herron filmten einen Großteil des Acht-Tage-Trips. Auch wird der Schauspieler in den nächsten Wochen mehrere TV-Auftritte haben und über seine Reise berichten. Darüber hinaus will er gemeinsam mit Vater Nick an einer Demonstration in Washington gegen den Genozid in Nordostafrika teilnehmen, die am kommenden Wochenende von der "Save Dafur Coalition" veranstaltet wird. Von diesen Auftritten erhoffen sich Vater und Sohn mehr Schutz und humanitäre Hilfe für das Krisengebiet.
Bereits in der Vergangenheit sorgte George mit seinen Projekten für Schlagzeilen. Nicht nur durch seine Filme "Syriana" und "Good Night, and Good Luck" hat er sein politisches Engagement bewiesen. Mit seinem Kumpel Brad Pitt gründete er in Las Vegas ein Kasino, von dessen Gewinnen 25 Prozent einem wohltätigen Zweck zufließen.
Auch die Umwelt liegt dem 44-Jährigen sehr am Herzen. Mit Julia Roberts posierte er im letzten Monat für das Titelblatt der ersten Ökoausgabe der Zeitschrift "Variety". Im Privatleben ist er ebenfalls zu Einschnitten bereit: Seinen BMW hat er gegen einen voll elektrischen und ökologischen Tango eingetauscht.
Unser "blonder Basterd" Diane Kruger eröffnete die 62. Berlinale - und Stars aus der ganzen Welt wollten das sehen.