Nix versteh'n
Deutsche Sprache, schwere Sprache.
Für einige Szenen in seinem romantischen Thriller "The Good German" musste George Clooney ein paar Brocken auswendig lernen, die er als amerikanischer Korrespondent im Nachkriegs-Berlin auf Deutsch zu sprechen hatte.
Tapfer imitierte der Frauenschwarm, was ihm sein Sprach-Coach am Set vorgab. Der wiederum quittierte jeden von Clooneys Sätzen mit einem erfreuten "Das war sehr gut!". Als der Film fast fertig war und einem deutsch sprechenden Testpublikum vorgeführt wurde, kam die böse Überraschung: Die Zuschauer verstanden kein Wort.
"Das war heftig. Mein Coach konnte anscheinend selbst kein Deutsch", erzählt der "Sexiest Man Alive". Die entsprechenden Szenen mussten im Tonstudio neu aufgenommen werden. Dieses Mal wandte sich Regisseur Steven Soderbergh an jemanden, der fließend deutsch spricht: an seinen Kollegen Mike Nichols ("Hautnah"). Der wurde in Berlin geboren und sprang als Clooneys Sprachtrainer ein. "Er sagte einfach nur 'Sprich das so aus.' Jedes meiner deutschen Wörter im Film stammt von Mike", erklärt George.
Mit Fremdsprachen scheint der Schauspieler generell auf Kriegsfuß zu stehen: "Mein irischer Akzent ist auch nicht gut", gibt er zu. "Meine Stimme wird immer höher und klingt wie aus einem Werbespot." Nur die persische Sprache Farsi, die Clooney für "Syriana" lernen musste, fiel ihm etwas leichter, denn: "Da hatte ich schon ein paar Vorkenntnisse. Mein Mitbewohner auf dem College war Iraner."
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