Schurke, Adieu
Ein denkwürdiges Ereignis ist das, wenn der Ur-Bösewicht des Films einen von den Guten spielt. Noch denkwürdiger ist allerdings, wenn er ein gottähnliches Wesen verkörpert, so wie demnächst in "The Vij".
Christopher Lee in einer seiner Rollen als Bösewicht in "Die purpurnen Flüsse 2" (Foto: Tobis)
In den über 250 Rollen, die Christopher Lee seit 1948 übernommen hat, waren die Schurkenrollen am einprägsamsten. So zum Beispiel als Saruman in der "Herr der Ringe"-Trilogie oder als Count Dooku in "Star Wars". Den Vater aller Vampire, Graf Dracula, hat er sogar rund zehn Mal verkörpert. Anders nun in "The Vij", in dem Lee ein Wesen darstellt, das "The Father" genannt wird, und eine gottähnliche Person ist.
Die Verfilmung des Fantasyromans "Vij" des russischen Autors Nikolai Gogol aus dem Jahre 1835 handelt von einem Priester, der es mit einer Hexe aufnehmen muss. Um ihn in ihren Bann zu ziehen, nimmt die Hexe die Gestalt einer schönen Frau an und bringt den Priester dazu, sich zu verlieben und einen Mord zu begehen. Außer Lee steht auch die weibliche Hauptdarstellerin, die russische Schauspielerin Olga Shuvalova, fest.
Alles überwachen wird ebenfalls eine Legende der Bösewicht-Darsteller: Auf dem Regiestuhl wird Robert Englund sitzen, den man vor allem wegen seiner Rolle als berüchtigter Kinderschreck in "Nighmare on Elm Street" kennt. Im April starten die Dreharbeiten zu "The Vij" in einem unbewohnten mittelalterlichen Dorf in Italien. Englund wird zwar in der geplanten Neuverfilmung von "Nightmare on Elm Street" nicht mehr mitspielen, dafür will er in "The Vij" eine kleine Rolle übernehmen.
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