Rätselraten
Vieles deutet darauf hin, dass Brittany Murphy eines natürlichen Todes gestorben ist. Dennoch sind offenbar noch einige Fragen offen.
Der zuständige Gerichtsmediziner Ed Winter will die Ergebnisse der gestern bei Brittany Murphy durchgeführten Autopsie erst dann veröffentlichen, wenn auch die Ergebnisse der Tests auf Toxine und Rauschmittel vorliegen. Das wird bis zu sechs Wochen dauern. Bisher ließ er lediglich verkünden, es gebe "keine Anzeichen von äußerlichen Gewalteinwirkungen".
Grund für die Zurückhaltung könnte der Fund von Grippemedikamenten in Brittany Murphys Wohnung sein. Zwar zeigte die Schauspielerin nach Angaben ihrer Familie vor ihrem Tod tatsächlich Grippesymptome und klagte über schlechtes Befinden. Die Menge der gefundenen Präparate ist aber angeblich deutlich zu hoch für die einmalige Behandlung einer einfachen Grippe.
Bezüglich des generellen Gesundheitszustands von Brittany Murphy, um die es seit "Sin City" eher ruhig geworden war, gibt es indes widersprüchliche Angaben. Während offiziell nichts von einer etwaigen längerwierigen Erkrankung bekannt war, hatte der Regisseur von Murphys nächstem geplanten Film einen zwiespältigen Eindruck von seiner zukünftigen Hauptdarstellerin:
"Als ich Brittany wegen ihrer Rolle traf, war sie zwar sehr präsent und professionell - aber mir fiel auf, dass sie in den letzten Monaten extrem viel Gewicht verloren hatte", so Rene Eram. In dessen Liebeskomödie "Shrinking Charlotte" sollte Brittany Murphy eine Patientin spielen, die in ihren Therapeuten (Matthew Lillard) verliebt ist und diesem eine plötzliche Heilung vorgaukelt, um sein Herz zu gewinnen.
"Ich bin sehr traurig, dass ich nicht mit ihr arbeiten werde", so Regisseur Eram weiter über Brittany Murphy. "Wir haben den großen Verlust eines Menschen erlitten, der in meinen Augen unglaublich talentiert war, der noch so viel zu geben und eine lange Karriere vor sich hatte."
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