Biografisch
Im Grunde war es nur eine Frage der Zeit, jetzt sind alle Ampeln auf Grün: Brian Wilsons bewegendes Leben kommt ins Kino.
Nachdem die Studios mit "Ray" und "Walk the Line" über die Musiklegenden Ray Charles und Johnny Cash Oscars abräumten und die Kinokassen kräftig klingelten, war ein neuer Trend geboren: Musiker-Biografien auf der Leinwand.
In Windeseile wurden Filmprojekte in Auftrag gegeben, so soll zum Beispiel das Leben von Flower Power-Ikone Janis Joplin auf Zelluloid gebannt werden, Nicolas Cage ist als Darsteller des legendären Las-Vegas-Entertainers und Pianisten Liberace im Gespräch und sogar Missy Elliotts Aufstieg zur HipHop-Diva ist in Planung.
Bei diesem Bedarf an schmissigen Stoffen ist es nicht verwunderlich, dass Hollywood jetzt auch auf einen der größten Songwriter des 20. Jahrhunderts gestoßen ist, der nun wahrlich eine filmreife Biografie vorweisen kann: Brian Wilson.
Von Geburt an auf einem Ohr taub, drangsaliert von einem gewalttätigen Vater, war bereits die Jugend Wilsons ein Drama. Mit 19 Jahren gründete Brian The Beach Boys, deren Komponist und Produzent er auch war. Die Band entwickelte sich mit Wilson als kreativem Kopf, Megahits wie "Good Vibrations" und "Help me, Rhonda" und dem epochalen Album "Pet Sounds" zu einer der erfolgreichsten Pop-Formationen aller Zeiten.
Doch auch die großen Tiefs, die Wilson durchlief - jahrelange Depressionen, Nervenzusammenbrüche, sowie Drogen- und Medikamenten-Missbrauch - machen ihn zu einer der aufregendsten Figuren der Popgeschichte.
Produzent Mark Gordon ("The Day After Tomorrow") und Regisseur David Leaf wollen nun Wilsons Leben auf die Leinwand bringen. Und überraschenderweise können sie dabei auf die volle Unterstützung des öffentlichkeitsscheuen Musikgenies zählen. "Es wird mit Sicherheit hart sein, seine dunklen Facetten auf der Leinwand zu sehen", so Wilson in einem Statement. "Aber ich möchte, dass der Film über mein Leben so ehrlich wie möglich ist, und diese Schattenseiten gehören nun mal dazu."
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