Twilight-Konkurrenz
Böser Rufmord: Seit Bram Stokers "Graf Dracula" heißt es, der Fürst aus Transsylvanien habe seine Untertanen ausgesaugt. Dabei hat er sie nur aufgespießt ...
Brad Pitt hat mit Blutsaugern Erfahrung: Einst gab er mit Tom Cruise ein "Interview mit einem Vampir" (Foto: Warner)
Was Stephenie Meyers aus der Feder strömt, wird unverzüglich und erfolgreich verfilmt. Aber die Bestsellerautorin kann gar nicht schnell genug schreiben, um den Blutdurst der Leinwand zu stillen. "Vampire" sind der Kinotrend der Stunde. 'Da geht noch mehr' mögen sich die Macher von Summit Entertainment gedacht haben, der Produktionsfirma hinter "Twilight - Biss zum Morgengrauen" und "New Moon - Biss zur Mittagsstunde". Aber was drehen, das zwischen "Dracula" und "Blade" noch nicht dagewesen ist und mit dem Sexappeal eines Robert Pattinson mithalten kann?
Ab ins 15. Jahrhundert lautet die Devise. Da lebte in der Walachei der Fürst und Feldherr Vlad III. Draculea (kommt übrigens von 'Drache'), der ein, sagen wir, recht autoritäres Regime führte: Er ließ seine Feinde auf Pfähle spießen, bei lebendigem Leib wohlgemerkt. Wer solchen Blutrausch zelebriert, ernährt sich vielleicht auch von dem Zeug, dachte sich wohl der Brite Bram Stoker. Er ließ sich von Vlad inspirieren und schrieb Ende des 19. Jahrhunderts den Kultroman "Graf Dracula". Seitdem hat der Fürst mit dem schlechten Ruf ein richtig mieses Image.
Wer über die Jahrhunderte soviel schlechte Presse kriegt, ist einen Film wert, fanden die Jungs von Summit. Und holten sich für "Vlad, der Pfähler" Brad Pitt - zunächst als Produzenten - ins Boot. Der ist erstens auch ein Sexsymbol wie Robert Pattinson und hat zweitens mit Vampirismus auch so seine Erfahrungen: Brad Pitt gab einst zusammen mit Tom Cruise ein "Interview mit einem Vampir". Außerdem kann sich Brad in Sachen Blutrausch noch Ideen von Gattin Angelina Jolie holen. Die trug jahrelang eine Ampulle mit dem roten Saft von Lover Billy Bob Thornton am Leib. Wie geronnen, so zerronnen ...
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