Ruhe in Frieden
Kaum einer hat 2006 mehr Aufsehen erregt als der vermeintliche Reporter aus Kasachstan, der ein Tabu nach dem anderen brach und mit Klagen geradezu überhäuft wurde.
Nicht ohne Grund hatte sich "Borat"-Darsteller Sacha Baron Cohen, als er vor einer Woche bei den Golden Globes als bester Darsteller ausgezeichnet wurde, bei all den Amerikanern bedankt, die ihn "noch nicht verklagt" haben.
Doch jetzt ist Schluss mit Borat. Trotz oder vielleicht gerade wegen eines Golden Globes und einer Oscar-Nominierung will Cohen sein Alter Ego sterben lassen. Die Figur sei mittlerweile einfach viel zu bekannt. Das mache es unmöglich, noch irgendjemanden mit dem angeblichen Reporter hinters Licht zu führen.
Cohen hatte Borat mit seinem radikalen, sexistischen und antisemtischen Gedankengut für seine Comedy-Show "Da Ali G Show" erschaffen. Bei Borats Debüt im Kino entlockte der falsche Journalist bei seiner "Reportage" aus Amerika den Bürgern so manch ungewollte Aussage.
Damit die Fans von "Borat" aber nicht zu sehr um den kasachischen Reporter trauern müssen, hat Cohen schon seinen nächsten Streich geplant. In einem neuen Film will er als österreichischer homosexueller Journalist Bruno die Modeszene unsicher machen.
Universal Pictures soll sich bereits für 33 Millionen Euro die Filmrechte an Cohens neuem Werk gesichert haben.
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