Düster
Vom Independent-Film zum Bond-Blockbuster - Marc Forster ist immer für eine Überraschung gut. Jetzt betritt er wieder filmisches Neuland.
Marc Forster ist gefragt. Während "Ein Quantum Trost" weltweit die Kinocharts stürmt, landen Angebote zu großen Hollywood-Produktionen auf seinem Schreibtisch. Ein besonders düsteres Drehbuch hat es ihm angetan: "World War Z" heißt das neue Projekt, für das der Regisseur gerade unterschrieben hat. Es handelt sich um die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Max Brooks, in dem eine weltweite Zombie-Invasion die Menschheit bedroht.
Die Vorlage besteht aus mehreren Interviews, die ein Forscher der Vereinten Nation mit den Überlebenden führt. In Rückblicken berichten die Befragten von ihrem jahrelangen Kampf gegen die Untoten und die globalen politischen Veränderungen, die in dieser Zeit stattgefunden haben. Indirekt übt Brooks mit dieser Neuordnung der Welt Kritik an der Unfähigkeit von Regierungen, Korruption in Unternehmen und der Uneinsichtigkeit der Menschen im Allgemeinen.
"Das Zombie-Genre hat mich schon immer fasziniert", schwärmt Forster. "Dazu kommt, dass mich 'World War Z' an die paranoiden Verschwörungsfilme der 70er Jahre wie 'Die Unbestechlichen' erinnert."
Produziert wird "World War Z" von Brad Pitts Firma Plan B. Ob Pitt selbst eine Rolle übernehmen wird, ist noch nicht bekannt. Auch der Drehstart steht nicht fest, denn Forster ist momentan auch für ein Remake des koreanischen Gangsterdramas "Jukgeona hokeun nabbeugeona" im Gespräch. An einem weiteren Bond-Film hat der europäische Filmemacher kein Interesse: "Ich habe das Angebot abgelehnt, weil ich jetzt unbedingt ein anderes Genre ausprobieren will. Aber man soll ja niemals nie sagen..."
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