Zwei "Batman"-Teile haben Tim Burton und Michael Keaton zusammen gestemmt. Aber der dritte wär's eigentlich gewesen - behauptet zumindest der Rächer ... http://images.kino.de/newspics/933/327933_1/b150x150.jpg "Batman"-Visionär Michael Keaton
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Angeber oder Pechvogel?

"Batman"-Visionär Michael Keaton

Christopher Nolans "Batman"-Filme haben mit den Vorgängern aus den 90ern etwa soviel zu tun, wie "Avatar" mit "Flash Gordon". Michael Keaton ist jedoch anderer Meinung.

Großansicht Michael Keaton als Batman der 90er (Foto: Warner)

Michael Keaton als Batman der 90er (Foto: Warner)

Zwei gemeinsame "Batman"-Filme gingen Anfang der 90er Jahre aufs Konto von Schauspieler Michael Keaton und Regisseur Tim Burton. Beiden entpuppten sich jetzt nicht gerade als Glücksfall - weder für die Filmgeschichte noch für alle Beteiligten. Den ersten davon, schlicht "Batman" betitelt, hielt später sogar sein Regisseur für misslungen. Den zweiten, "Batmans Rückkehr", wollte Burton daher deutlich düsterer gestalten. Mit dem Resultat, dass Studio udn Geldgeber Warner sich für den geplanten dritten Teil eine etwas familienkompatiblere Annäherung an das Thema wünschte - und Burton samt sein Hauptdarsteller sich von dem ganzen Projekt verabschiedeten.

In einem Interview hat jetzt Michael Keaton aus dem Nähkästchen geplaudert. Bereits damals hätten die beiden angeblich eine "Ursprungs"-Story geplant gehabt, ähnlich der von Zeichner-Legende Frank Miller in dem Comic "Batman: Year One". "Schaut Euch einfach an, was Christopher Nolan gemacht hat. Das war genau das, was ich machen wollte, als ich Meetings zu Teil drei hatte", behauptete Keaton diesbezüglich. "Ich sagte, 'eigentlich möchte doch jeder wissen, wie der Junge angefangen hat. Das könnte brillant werden.' Aber Warner wollte es nicht machen, also haben wir es nicht gemacht".

Ganz schwere Geburt

Klingt so, als hätte das Studio damals massive Probleme bei der Entscheidungsfindung gehabt. Denn als nächstes wurde Darren Aronofsky ("Black Swan", "The Wrestler") mit der Umsetzung von "Batman: Year One." beauftragt. Doch dieser Film wurde wenig später zugunsten von "Batman vs. Superman" aufgegeben - ein Projekt, das sich ebenfalls in sämtliche Einzelteile zerlegen sollte.

Dennoch: Nach zwei weiteren "Batman"-Variationen in den 90ern von Joel Schumacher - "Batman Forever" und "Batman & Robin" - erhielt Christopher Nolan 2005 schließlich die Möglichkeit, mit "Batman Begins" den Startschuss für seine grandiose "Dark-Knight"-Trilogie zu setzen. Und diesmal tat Warner genau das Richtige: Das Studio gab dem begnadeten Regisseur viel Geld und hielt sich ansonsten im Wesentlichen aus der Sache heraus. Mit einem kreativen Ergebnis, das sowohl Fans, Studio als auch Kritiker glücklich machte - und mit einem Einspielergebnis von über einer Milliarde Dollar und Platz sieben der erfolgreichsten Filme aller Zeiten.

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AJ, Los Angeles, 07.01.2013, 16:03
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