Nolans Versprechen
Die Gerüchte über den dritten Batman-Film von Christopher Nolan schossen ins Kraut. Nun verriet der Regisseur selbst erstmals einige Details zu seinem Großprojekt. Wichtigste Neuigkeit: Die Figur des Jokers spielt für Nolan in der Fortsetzung von "The Dark Knight" keine Rolle.
Die endlosen Spekulationen um die Fortsetzung des Kino-Erfolges "The Dark Knight" sind beendet - vorerst! Kaum dass "The Dark Knight" mit seinem sensationellen Einspielergebnissen zu einem der erfolgreichsten Filme aller Zeiten avancierte, fühlte sich halb Hollywood berufen, über "Batman 3" zu sprechen.
Mal verriet Morgan Freeman, dass Teil drei bereits in Arbeit sei, dann wiederum zweifelte Michael Caine, ob es überhaupt zu der Fortsetzung kommen wird. Aaron Eckhart forderte nebenbei die Erweckung der Toten, Charlize Theron sah sich schon als Miezekatze und selbst der gewöhnlich Publicity scheue Gary Oldman fühlte sich bemüßigt, seinen Senf dazu zu geben. Nur Christopher Nolan schwieg eisern, drehte erst einmal "Inception" mit Leonardo DiCaprio ab und äußerte sich erst jetzt, nachdem das Studio Warner Bros. selbst letzte Woche die Katze aus dem Sack ließ.
In einem Interview mit Empire Magazine verriet der Regisseur von "Batman Begins" und "The Dark Knight" nun erstmals Details zum geplanten Großprojekt. Das Wichtigste: Ja, er wird selbst Regie führen und nicht etwa nur als Produzent fungieren. Und Nein, die Figur des Jokers wird in Teil drei nicht vorkommen.
In "The Dark Knight" hatte Heath Ledger den charismatischen Bösewicht gespielt, der noch vor Veröffentlichung des Filmes starb und postum den Oscar und den Golden Globe für diese Rolle erhielt.
In den Klatschmagazinen Hollywoods wollten Spekulationen über eine Neubesetzung der Rolle nicht abreißen, Nolan beendete diese nun nachdrücklich: "Das wird auf keinen Fall passieren, das Thema ist beendet und aus Respekt vor Heath Ledger möchte ich auch nicht weiter darüber reden."
Über die Story von "Batman 3" hielt sich Nolan bedeckt. Er ließ jedoch durchschimmern, dass er seine Feldermaus-Saga als Trilogie sieht, und der dritte Teil das Finale sein wird. "Mein Bruder arbeitet mit Hochdruck an dem Drehbuch", sagte Nolan. "Für uns beide steht im Vordergrund der Geschichte, dass es das Ende sein wird. Wir wollen die Handlung nicht wie einen Ballon immer weiter aufblähen, sondern nun einen Schlusspunkt setzen."
Nolan verriet weiter, dass er tatsächlich daran dachte, die Serie gar nicht fortzuführen. Und das obwohl man ihm seitens des Studios nach dem Erfolg des zweiten Teils für eine weitere Fortsetzung den Roten Teppich ausgerollt hätte. Die ihm vorgelegten Drehbuch-Ideen und das Gefühl, zu sehr an Batman gebunden zu sein, ließen ihn jedoch lange an einer Fortsetzung zweifeln.
Jeden Monat die schönsten Seiten des Kinos: Deutschlands größte Kinozeitschrift Treffpunkt Kino liegt kostenlos in den Foyers der größten Kinoketten und vielen weiteren Kinos aus. Diesen Monat gibt's Treffpunkt Kino auch online.