Ein echtes Traumduo gibt's bald im Agententhriller "Public Enemies" zu erleben. Christian Bale bringt den Supergangster Johnny Depp zur Strecke.... http://images.kino.de/newspics/348/247348_1/b150x150.jpg Bale erschießt Depp

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Wahre Menschenjagd

Bale erschießt Depp

Er war es, der dem ersten Verbrecher, der in den USA das Etikett "Staatsfeind Nummer 1" verpasst bekam, drei Kugeln in den Rücken jagte.

Großansicht Geben sich Saures: Christian Bale als FBI-Ermittler und Johnny Depp als Schwerverbrecher (Foto: Kurt Krieger)

Geben sich Saures: Christian Bale als FBI-Ermittler und Johnny Depp als Schwerverbrecher (Foto: Kurt Krieger)

Durch diese Tat wurde Melvin Purvis zum Volkshelden. Denn er hatte mit John Dillinger einen Gangster zur Strecke gebracht, der mit einer zwei Jahre andauernden Serie von brutalen Raubüberfällen und Gefängnisausbrüchen die Bevölkerung, die Polizei und das FBI in Atem gehalten hatte.

Christian Bale soll in der Verfilmung dieser legendären Menschenjagd in die Haut des Verbrecherjägers Melvin Purvis schlüpfen. Als Darsteller seines Widersachers John Dillinger steht Johnny Depp bereits fest. Damit hat Kultregisseur Michael Mann für seinen Thriller "Public Enemies" zwei der momentan besten Schauspieler vor der Linse.

Um die berühmte finale Schießerei der beiden vor einem Kino in Chicago am 22. Juli 1934 ranken sich unzählige Verschwörungstheorien. So behauptete Purvis stets, er habe Dillinger "Hände hoch, Johnny!" zugerufen, dieser habe daraufhin nach seiner Pistole gegriffen, worauf Purvis einen tödlichen Kugelhagel befahl. Später stellte sich allerdings heraus, dass Dillinger gar keine Waffe bei sich gehabt hatte und ihn die Projektile des FBI außerdem in den Rücken getroffen hatten.

Blaue Bohnen zur Rente

Ironischerweise fand Purvis später selbst unter ähnlich mysteriösen Umständen den Tod. Er wurde am 29. Februar 1960 in einer Blutlache liegend in seiner Wohnung aufgefunden, die offizielle Erklärung lautete Selbstmord. Eine spätere Untersuchung ergab aber, dass Purvis starb, als er versuchte eine verklemmte Kugel aus einer Waffe zu entfernen, die ihm FBI-Kollegen zur Pensionierung geschenkt hatten. Sofort wurde über eine Verschwörung von Purvis' Ex-Kollegen spekuliert. Denn der umstrittene FBI-Gründer J. Edgar Hoover war zeitlebens rasend eifersüchtig auf Purvis gewesen, weil dieser alle Lorbeeren für die jahrelange Verfolgung John Dillingers alleine eingeheimst hatte.

Das ist eindeutig der Stoff aus dem große Gangsterdramen gemacht werden, inklusive coolem Abgang für beide Hauptdarsteller - und wer wäre dazu besser geeignet als Michael Mann, der mit "Heat" einen Meilenstein des Genres inszeniert hat.

sun, Los Angeles, 11.01.2008, 14:24

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