Die Rückkehr des "Schwarzen Films": "The Black Dahlia" markiert eine neue Welle des Noir-Films. Doch als Stilrichtung war Noir nie verschwunden.... http://images.kino.de/newspics/767/217767_1/b150x150.jpg Back in Black

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Mit "The Black Dahlia" feiert der Film Noir, besser gesagt das Neo-Noir, ein Hochamt. Die Feuilletons überschlagen sich darin, die Wiedergeburt des Genres auszurufen, dabei war es nie weg. Es hat sich nur gut versteckt.

Großansicht Wiederkehr eines Genres oder Hochglanz mit stilistischen Anleihen: "The Black Dahlia" (Foto: Warner)

Wiederkehr eines Genres oder Hochglanz mit stilistischen Anleihen: "The Black Dahlia" (Foto: Warner)

Hätte Nino Frank gewusst, welches Unheil er mit seinem nebenbei erschaffenen Terminus über die (Kritiker-)Welt bringen würde, er hätte sich wohl etwas anderes einfallen lassen und den Ausdruck "Film Noir" nie verwendet. Unbestritten ist, dass der französische Filmkritiker diesen Begriff prägte. Und damit hat es sich auch schon mit den Klarheiten im Bezug auf den Film Noir.

Denn die Debatte, was nun Noir ist, welche Filme dazuzählen, wie und wer und überhaupt zieht sich bereits seit 60 Jahren hin und geht nun mit Brian De Palmas "The Black Dahlia" in die nächste Runde. Mit Film Noir schloss Frank an sich eher zusammenhanglose, in Amerika entstandene Filme zu einem Subgenre zusammen, deren Basis Detektivgeschichten oder ähnliche hard-boild Fiction der 30er Jahre ist - die Hauptfigur ist ein desillusionierter Antiheld, die Handlung stößt meist eine Femme Fatale an und in sich zeichnet der Film ein düsteres Bild einer korrupten, amoralischen Welt.

Die schmutzigen Stiefkinder der Studios

Großansicht Einer der Klassiker schlechthin: "Die Spur des Falken" (Foto: Warner)

Einer der Klassiker schlechthin: "Die Spur des Falken" (Foto: Warner)

"Die Spur des Falken" von John Huston, "Die Narbenhand" von Frank Tuttle, "Tote schlafen fest von Howard Hawks und "Im Schatten des Zweifels" von Alfred Hitchcock sind hier ebenso als stilbildend zu benennen wie Otto Premingers "Laura", Billy Wilders "Frau ohne Gewissen" und "Gilda" von Charles Vidor.

Auffällig bei all diesen Projekten ist, dass sie meist von den Studios lediglich mit kleinem Budget ausgestattet wurden. Oftmals ließen darin arrivierte Regisseure ihren dunklen Obsessionen freien Lauf. Emigrierte Filmkünstler wie Wilder und Preminger verarbeiteten ihre Erfahrungen im von Nazi-Herrschaft und Krieg zerrissenen Europa in düsteren Visionen von einer dem Verfall geweihten Welt. Diese Filme stehen im krassen Gegensatz zu den überbordend fröhlichen Komödien und den optimistischen Western der Ära, die zu den großen Filmen der Studios gehören.

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