King Cameron
"Avatar" und "Titanic" sind die größten Filme aller Zeiten. James Cameron hat beide gedreht.
Respekt: James Cameron hat mit "Avatar" und "Titanic" die beiden größten Filme aller Zeiten gedreht. (Foto: Kurt Krieger)
"Mittelerde" hielt 20 Tage lang stand, dann wurde es von "Pandora" überrollt: So lange brauchte James Camerons 3D-Epos "Avatar - Aufbruch nach Pandora" um "Der Herr der Ringe - Die Rückkehr des Königs" von Platz 2 der ewigen Kino-Bestenliste zu verdrängen. Dazu mußte "Avatar" insgesamt über 1,12 Milliarden Dollar einspielen. Hat geklappt, Glückwunsch Mr. Cameron.
Nun kann man sich als Zweiter auch gern mal als Verlierer fühlen. Das wäre in diesem Fall aber sehr schizophren, denn zum einen ist die Nummer 1 - "Titanic" nämlich - auch von ihm. Und zum anderen hat "Avatar - Aufbruch nach Pandora" alle Chancen, "Titanic" noch zu überholen. Dazu fehlen zwar noch eine halbe Milliarde Dollar und ein paar Zerquetschte, aber das wird schon werden. So oder so kann James Cameron bei den kommenden Oscars seinen Jubelruf von 1998 wiederholen. Er ist wahrhaftig der König der Welt(en).
Wenn man alles erreicht und das noch übertroffen hat - was kommt danach? Im Dezember reiste James Cameron zusammen mit dem Autor Charles Pellegrino ("The Last Train from Hiroshima: The Survivors Look Back") nach Japan und traf dort den kürzlich verstorbenen Tsutomu Yamaguchi. Der 93-jährige hatte den Horror beider Atombombenabwürfe über Nagasaki und Hiroshima überlebt. Cameron plant einen "kompromisslosen Film über Atomwaffen" und Yamaguchi sagte nach dem Treffen: "Es ist seine Bestimmung, diesen Film zu machen!"
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