Krieg im Heimkino
Wir leben in modernen Zeiten: Hybridautos, megaschnelle PCs und zahlreiche Luxusgüter versüßen uns den Alltag.
Doch noch immer haben wir unsere dunkelste Seite nicht abgelegt... Die Fähigkeit, andere im ganz großen Maßstab zu töten. So sieht Krieg aus, heute genauso wie vor tausenden von Jahren.
Kein Wunder also, dass sich Filmemacher auch noch lange nach Klassikern wie "Die Brücke am Kwai" (1957) mit dem Thema beschäftigen. Regisseure wie Oliver Stone ("Platoon", "Geboren am 4. Juli") und Francis Ford Coppola ("Apocalypse Now", "Patton") widmeten dem Thema Krieg gleich mehrere Filme, weil sie das sinnlose Blutvergießen einfach nicht mehr los ließ. In Zeiten des Afghanistankrieges und Terroranschlägen rund um den Globus ist die Thematik ohnehin aktueller denn je.
Dafür kommen dann auch Stars wie Tom Hanks, Marlon Brando und Sean Penn mit an Bord. Denn der Kriegsfilm ist die ideale Plattform, um ein politisches Statement abzugeben. Doch während die Beteiligten ihre Werke meist als Anti-Kriegsfilme verstanden wissen wollen, bleibt angesichts des stets großzügigen Sponsorings durch die US-Armee meist ein schaler Beigeschmack - wird hier nun kritisiert oder glorifiziert? Denn die Action kommt beim großen Blutvergießen natürlich auch nie zu kurz, soviel steht fest.
Da bleibt nur die Flucht in den Satirebereich, wie es Robert Altman mit seiner schlagfertigen "M*A*S*H"-Truppe und Mike Nichols ("Der Krieg des Charlie Wilson ") mit der hervorragenden Literaturverfilmung "Catch-22" gelungen ist. Denn manchmal muss einem erst das Lachen im Hals stecken bleiben, damit man das Grauen wirklich begreift.
Unser "blonder Basterd" Diane Kruger eröffnete die 62. Berlinale - und Stars aus der ganzen Welt wollten das sehen.