Abserviert
"Der einzige Unterschied zwischen einer Laune und der ewigen Liebe besteht darin, dass die Laune etwas länger dauert."
Oscar Wilde, Zyniker und Dandy des späten 19. Jahrhunderts, steht bei Hollywoods Filmemachern hoch im Kurs. Nach "Ein perfekter Ehemann" mit Rupert Everett, "Ernst sein ist alles" mit Reese Witherspoon und "A Good Woman" mit Scarlett Johansson kommt nun seine Komödie "Eine Frau ohne Bedeutung" auf die große Leinwand.
Darin lästert der überhebliche Lord Illingworth über die Minderwertigkeit der Frauen - und prahlt damit, dass er bereits als junger Mann die Mutter seines Kindes verließ. Als er später Interesse an seinem heranwachsenden Sohn entwickelt und seiner Verflossenen nun doch die Ehe anbietet, ist er es, der abserviert wird...
Annette Bening wird als ehemals verschmähte, aber listige Mrs. Arbuthnot zu sehen sein, Lindsay Lohan und Sean Bean haben ebenfalls ihr Mitwirken zugesagt. Janusz Kaminski ("Lost Souls") wird Regie führen.
"Eine Frau ohne Bedeutung" wurde bereits 1936 zum ersten Mal verfilmt, damals spielte Gustaf Gründgens ("Faust") den fiesen Lord Illingworth. Allerdings wird diese Version häufig als anti-britische Propaganda der NS-Zeit verstanden.
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